Montag, 18. April 2016

Elisabeth Dauthendey

 ▪         Sonnenblümle         




Elisabeth Dauthendey

Elisabeth Dauthendey wurde am 19. Januar 1854 in Sankt Petersburg geboren und
starb am 18. April 1943 in Würzburg.
Sie war eine deutsche Schriftstellerin.
Erfolgreich war sie vor allem mit ihren Märchen und Novellen, die eine mythische bis mystische Phantasiewelt entwarfen. Weniger bekannt waren ihre Romane und ihr Essay Vom neuen Weibe und seiner Liebe (1900), die sich mit der Frauenfrage und dem Problem der Ehe auseinandersetzten.
Elisabeth,
die jüngste von vier Halbschwestern des Schriftstellers Max Dauthendeywird als Tochter des Photographen Karl Dauthendey am Zarenhof Nikolaus’ I. in Sankt Petersburg geboren. 

1864 entschließt sich ihr Vater seinen Wohnsitz nachWürzburg zu verlegen. Nur mit Mühe gelingt es Elisabeth Dauthendey, Zeit und Geld für ihre Ausbildung als Hauslehrerin und zum Erlernen von Fremdsprachen zu bekommen, obwohl ihr Vater vermögend ist. Die meiste Zeit verbringt sie in England als Erzieherin in der Familie des Lordmayors von London, scheidet aber aus Gesundheitsgründen aus und kehrt wieder in ihre unterfränkische Heimat zurück.

Dort nimmt sie sich schon bald der Erziehung ihres Halbbruders an, dem sie Manieren beibringt und die verschiedenen Baustile der Stadt auf ihren gemeinsamen Spaziergängen erklärt. 

In der Zeit des späteren gemeinsamen Aufenthaltes in Würzburg 1906-1913 besteht die geschwisterliche Beziehung dann hauptsächlich aus gelegentlichen Besuchen und einem regen Briefverkehr um ausbleibende Schulden von Seiten Maxens.

Der Drang nach eigener schriftstellerischer Arbeit stellt sich erst im mittleren Alter bei Elisabeth Dauthendey ein. 

Von Nietzsche beeinflusst, widmet sie sich in ihren Romanen, Essays und Novellen sowohl ethisch-psychologischen Themen als auch den Aspekten des veränderten gesellschaftlichen Frauenbilds. Ihre erste Veröffentlichung erfolgt 1898 mit dem autobiographischen Roman Im Lebensdrange, zwei Jahre nach dem Tod ihres Vaters.

Um dieselbe Zeit gründen Würzburger Lehrerinnen sowie Frauen des gehobenen Bürgertums und Adels einen Frauenbildungsverein, den Dauthendey von Anfang an unterstützt. 

So setzt sie sich für den gemeinsamen Besuch einer öffentlichen Vorlesung über Immanuel Kant ein. In ihrem um 1900 erschienenen EssaybandVom neuen Weibe und seiner Liebe sieht sie die Notwendigkeit, ein neues Verständnis von Ehe zu entwickeln und Männer und Frauen denselben moralischen Maßstäben gleichzuordnen.


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Herzlichst
Ihr
Sonnenblümle

Wünsche einen schönen Tag und 
ein sonniges Grüssle vom Sonnenblümle!