Montag, 8. Februar 2016

Richard Dehmel

 ▪         Sonnenblümle         




8. Februar


Richard Dehmel, auf einer Fotografie von Jacob Hilsdorf. 1902

Richard Fedor Leopold Dehmel 

Richard (Fedor Leopold) Dehmel
Geboren am 18.11.1863 in Wendisch-Hermsdorf / Mark Brandenburg; 
gestorben am 8.2.1920 in Hamburg-Blankenese.
Richard Dehmel war ein deutscher Dichter und Schriftsteller.



Als Sohn eines Försters war Richard Dehmel naturwissenschaftlich interessiert und fasziniert von den (in der Schule verbotenen) Lehren Darwins. 
Das Studium der Philosophie und der Naturwissenschaften in Berlin und Leipzig schloß er 1887 mit der Promotion ab. 
Neben dem bürgerlichen Beruf als Sekretär beim Zentralverband Deutscher Privater Feuerversicherungen in Berlin schrieb er Gedichte. 1889 heiratete er Paula Oppenheimer. 

Dehmel floh 1893 aus dem Beruf nach Hamburg zu seinem Freund Detlev von Liliencron. 


1895 wagte er den Schritt in die Existenz als freier Schriftsteller, war Mitgründer der Kunstzeitschrift "Pan" (1895). 


Eine Verurteilung wegen Verletzung religiöser und sittlicher Gefühle durch das Gedicht Venus Consolatrix (Berlin 1896) machte seinen Namen weit bekannt. 

Er förderte viele jüngere Talente mit Ratschlägen, darunter Hugo von Hofmannsthal, 
Rainer Maria Rilke, 'Thomas Mann, Hermann Hesse. 


Lobgesang

Wie das Meer
ist die Liebe:
unerschöpflich,
unergründlich,
unermeßlich:
Woge zu Woge
stürzend gehoben,
Woge um Woge
wachsend verschlungen,
sturm- und wetter-geberdig nun,
sonneselig nun,
willig nun dem Mond
die unaufhaltsame Fläche -
doch in der Tiefe
stetes Walten ewiger Ruhe,
ungestört,
undurchdringbar dem irdischen Blick,
starr verdämmernd in gläsernes Dunkel -
und in der Weite
stetes Wirken ewiger Regung,
ungestillt,
unentwirrbar dem irdischen Blick,
wild verschwimmend im Licht der Lüfte:
Aufrausch der Unendlichkeit
ist das Meer
ist die Liebe.

Richard Dehmel.


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Herzlichst
Ihr
Sonnenblümle

Wünsche einen schönen Tag und 
ein sonniges Grüssle vom Sonnenblümle!