Sonntag, 28. Februar 2016

Arzneipflanzen. Die Heilpflanze des Jahes 2016

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Kubebenpfeffer *

Kubebenpfeffer

Kubebenpfeffer wurde zur Heilpflanze des Jahres 2016 gekürt. Er verfeinert nicht nur Speisen, sondern hat auch eine starke Heilkraft. Schon der legendäre Arzt und Alchemist Paracelsus soll diesen Pfeffer als lebensverlängerndes Mittel empfohlen haben.

Kubeben-Pfeffer oder Schwanz-Pfeffer (Piper cubeba) ist eine Art aus der Gattung Pfeffer in der Familie der Pfeffergewächse (Piperaceae).

Kubebenpfeffer *

Der Kubeben-Pfeffer ist eine ausdauernde Kletterpflanze mit glatten, zugespitzten Blättern und kleinen, weißen, an Ähren stehenden Blüten. Die Früchte beschreibt der Botaniker John Parkinson als „kleine, etwas süßliche Beeren, nicht größer als Pfefferkörner, aber rauher und furchiger und nicht so fest […] und jede hat einen kurzen kleinen Stängel, der wie ein Schwänzchen aussieht.“

Die Geschichte des Kubebenpfeffers.

Kubeben sind die unreifen Früchte der Pflanzenart. In China wurden Kubeben seit langem in der traditionellen chinesischen Medizin zu Heilzwecken verwendet. Sie erreichten den Westen durch arabische Händler und wurden als Heilmittel wie als Gewürz geschätzt.

Bis zum 17. Jahrhundert waren sie allgemein gebräuchlich. In seinem «Theatrum Botanicum» von 1640 berichtet Parkinson, dass der König von Portugal den Verkauf von Kubeben verboten habe, um denjenigen des schwarzen Pfeffers zu fördern. 


Küche, Verwendung.
Heute werden Kubeben noch immer in Gewürzmischungen wie Ras el-Hanout und in der indonesischen Küche verwendet. Sie passen besonders gut zu Fleisch- und Gemüsegerichten.

Heilkraut.
Kubeben sind seit der Antike als Heilmittel verwendet worden und werden im Osten immer noch geschätzt. Sie wirken schleimlösend und werden in Mitteln gegen Atembeschwerden gebraucht. 

Kubeben haben auch antiseptische Eigenschaften. In der Volksheilkunde finden die getrockneten Früchte Verwendung bei entzündlichen und bakteriellen Erkrankungen der Harnwege, ebenfalls als Expektorans bei chronischer Bronchitis, unzerkleinert bei Kopfschmerzen (Schwindelkörner), Gedächtnisschwäche und zur Steigerung des Geschlechtstriebs. 

Kubebenpfeffer ist Heilpflanze des Jahres 2016


Kubebenpfeffer Pflanze


Kubebenpfeffer aus :  Kleines Arzneipflanzenlexikon
von
Priv.-Doz. Dr. Thomas Schöpke
Institut für Pharmazie
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald


Cubebae fructus - Kubeben
Stammpflanze: Piper cubeba L. f. [Fam. Piperaceae/Pfeffergewächse; Kubebenpfeffer; Synonyme: Cubeba officinalis RAF.; dt. Synonyme: Schwanzpfeffer, Stielpfeffer; 5 bis 10 m hoher, monözischer Kletterstrauch mit bis 15 x 6 cm großen, kurz gestielten, eiförmig bis länglich-elliptischen Blättern; männliche Blüten mit 2 bis 3 Staubblättern, in bis 4 cm langen Infloreszenzen, weibliche Blüten in 4 bis 5 cm langen Ähren mit etwa 50 Einzelblüten].

Verbreitung: Indonesien (Große Sunda-Inseln).
Droge: Die getrockneten, meist noch nicht völlig reifen Früchte [aromatischer Geruch und aromatischer, scharf bitterer Geschmack; bis 5 mm breit, nahezu kugelig und am Scheitel leicht zugespitzt, Oberfläche dunkelgrau- bis schwarzbraun und durch Eintrocknen der Fleischschicht geschrumpft und netzig-runzelig].
Herkunft: Anbau auf Java.

Inhaltsstoffe: 10 bis 20 %, überwiegend aus Sesquiterpenen bestehendes ätherisches Öl; reichlich Lignane mit ca. 2,5 % (-)-Cubebin sowie (-)-Cubebinin, Dihydroclusin, (-)-Dihydrocubebin und Hinokinin; ca. 1 % sauer reagierendes und 3-3,7 % neutral reagierendes Harz; als Reservestoffe hauptsächlich (ca. 12,3 %) fettes Öl; die für den scharfen Geschmack von Pfefferfrüchten (Piperis nigri fructus) hauptsächlich verantwortlichen Säureamide (Piperin etc.) sind nicht nachweisbar.

Wirkungen: Angeblich im Harn antiseptische Wirkung durch die Harzsäuren.
Anwendungsgebiete: In der Volksheilkunde bei entzündlichen und bakteriellen Erkrankungen der Harnwege. Ebenfalls als Expektorans bei chronischer Bronchitis, unzerkleinert bei Kopfschmerzen (Schwindelkörner), Gedächtnisschwäche und zur Steigerung des Geschlechtstriebes.

Dosierung und Art der Anwendung: Pulverisierte Droge 2 bis 4 g täglich, von Extrakt (1:1) und Tinktur (1:5) 2 bis 4 ml täglich.
Akute Toxizität: Bei Einnahme größerer Mengen u. a. Reizung von Harnwegen, Nieren- und Darmschmerzen, krampfhafte Harnverhaltung, Erbrechen, Diarrhöe.
Sonstige Verwendung: Im Haushalt zuweilen als Gewürz verwendet.

Literatur: Hagers Handbuch der pharmazeutischen Praxis, Band 6, Drogen P-Z, Springer-Verlag, Berlin-Heidelberg-New York 1994

Kubebenpfeffer, Verfügbarkeit:
auch Schwanzpfeffer, Schwindelpfeffer oder Javapfeffer genannt, ist eine 5 bis 10 Meter hohe Pflanze aus der Familie der Pfeffergewächse, die ursprünglich aus Indonesien stammt. An der Pflanze wachsen kugelige, rote Früchte mit einem kleinen Stiel.
Die noch grün geernteten Pfefferkörner werden beim Trocknen schwarz-bräunlich und runzelig. Die meisten Supermärkte haben Kubebenpfeffer nicht im Sortiment. 

Er ist jedoch in speziellen Kräutergeschäften erhältlich und kann im Internet bestellt werden.

Kubebenpfeffer, nach der Kräuterexpertin des Bayrischen Rundfunks:
Kubebenfeffer nach BR - Online:

Inhaltsstoffe
7-18 % ätherisches Öl (u. a. verantwortlich für das Aroma, antiseptisch und galleflussanregend)
4,7 % Harze/Cubebin-Säure (antiseptisch, adstringierend)
Cubebin (verantwortlich für die Schärfe)
nur 0,4 % Piperin (für die Schärfe des Pfeffers verantwortlich, daher ist dieser Pfeffer sehr mild)

Wirkung
antibakteriell, antiseptisch und entzündungshemmend
krampflösend
schleimlösend und auswurffördernd
appetitanregend und magenstärkend
verdauungsfördernd und blähungslösend
aphrodisierend
konzentrationsfördernd
lindert Kopfschmerzen und Schwindel
erhöht das Wohlbefinden
Hilft gegen folgende Beschwerden
entzündliche und bakterielle Harnwegsinfekte
Bronchitis
Kopfschmerzen und Schwindel
Gedächtnisschwäche
schwacher Geschlechtstrieb

Empfohlene Maximaldosis: 10 g (jedoch immer auch abhängig von Alter, Gewicht und allgemeiner Konstitution). Die Einnahme von größeren Mengen Kubebenpfeffer kann u. a. zur Reizung der Harnwege, Erbrechen und Durchfall führen

BR-Kräuterexpertin: Monika Engelmanns Extra-Tipp
Mehrmals täglich drei Kubebenpfefferkörner kauen. Das erhöht das Wohlbefinden, regt die Gehirnleistung an und verbessert die Konzentration.

Nach alledem der Kubebenpfeffer, finde ich, ist schon etwas besonderes und man sollte den Naturheilmitteln etwas mehr Achtung und Beachtung entgegen bringen.
Gut das es doch noch die Natur gibt.



Kubebenpfeffer! Heilpflanze des Jahres 2016.

Links:
BR Fernsehen

Theophrastus - Heilpflanze des Jahres 2016  | DOC hierzu

Bilder Wikipedia oder Wikiwand Commons:
* Bilder Wiki siehe Benützungsanweisung etc.

Von H. Zell - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

* Von Michael Wolf - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, 

Wikipedia und Wikiwand:
Betrifft  Artikel über ein Gesundheitsthema. 
Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. 
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Herzlichst
Ihr
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ein sonniges Grüssle vom Sonnenblümle!