Freitag, 11. Dezember 2015

Gedichte von Joachim Ringelnatz

 ▪         SONNENBLÜMLE         






Dorthin geh ..

Dorthin geh, wo die Andern nicht sind,
Weit hinaus in die freie Einsamkeit,
Wo dir Wolken, Berge, Bäume und Wind
Großes reden von Später und Ewigkeit.

Und dort schöpfe, fasse und füll dir die Brust,
Daß – kommt einst die Stille zu dir als Braut –
Daß du die Hand ihr gibst in tiefster Lust,
Weil du schon lange mit ihr vertraut. 


Joachim Ringelnatz 
(1883-1934)




© MKF


                        
Herzlichst
Ihr
SONNENBLÜMLE

Wünsche einen schönen Tag und 
ein sonniges Grüssle vom Sonnenblümle!