Freitag, 30. Januar 2015

Die Spur im Schnee

SONNENBLÜMLE




Franz Marc, Rehe im Schnee, 1911.



Die Spur im Schnee

Du gingst von mir! Die Nacht war sternenklar,
rings zitterte der Rauhfrost auf den Bäumen,
und eisig strich der Windhauch durch den Tann.
Reglos stand ich und sah in Zukunftsträumen
dir lächelnd nach, noch ganz in deinem Bann.

Ich hörte wie dein rascher Schritt verklang
und sah im Schnee die Spur von deinen Füßen
- das einzige, was von dir übrig blieb -
und dennoch schiens mir wie ein heimlich Grüßen,
wie ein Geständnis: "Du, ich hab dich lieb."

Sag es mir nicht mit lautem Menschenwort,
sieh, ich verrats ja nur durch meine Lieder,
daß du mein ein – daß du mein alles bist …
Doch komm so oft, so bald du kannst mir wieder,
du weißt ja nicht – wie sehr ich dich vermißt.

Wenn ich mich täuschte! Wenn nichts mehr von dir,
als jene Spur im Schnee zurückgeblieben!
Verzweiflung packt mich an mit wildem Schmerz.
Doch nein – nur mir gehört dein stummes Lieben,
du brachtest mir ja heut zum Pfand dein Herz.

Else Galen-Gube







Herzlichst Ihr

SONNENBLÜMLE
Wünsche einen schönen Tag und ein sonniges Grüssle vom Sonnenblümle


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