Mittwoch, 25. Juni 2014

Gundermann Gundelrebe

SONNENBLÜMLE






GUNDERMANN


Gundermann Gundelrebe

Der heute übliche deutsche Trivialname Gundermann oder Gundelrebe leitet sich möglicherweise vom althochdeutschen „Gund“ = Eiter oder Beule ab, was auf die früher gebräuchliche Verwendung als Heilpflanze hinweisen würde.

Im Althochdeutschen wurden nahe am Boden wachsende Pflanzen aber auch als „gundareba“ bezeichnet.


Gundermann, Blüte und Blätter

Auf die Verwendung als Gewürzpflanze weist der Name Soldatenpetersilie hin.
Im Niederdeutschen wurde die Pflanze in Anspielung auf ihren typischen Standort auch als Heckenkieker bezeichnet.

Die Gattungsbezeichnung Glechoma geht auf das Griechische glechon für Polei-Minze (Mentha pulegium) zurück und wurde von Linné auf den Gundermann übertragen. Das Artepithetonhederacea bedeutet efeuartig, efeublättrig

Vor der Kultivierung des Hopfens wurde der Gundermann aufgrund seiner Bitterstoffe zur Konservierung von Bier genutzt.

Im Frühling gesammelte junge Blätter wurden früher als Gemüse gekocht, unter anderem in Gründonnerstagsgerichten.



Gundermann Pflanzen

Aufgrund der Bitterstoffe und ätherischen Öle fand die Pflanze außerdem als Gewürz Verwendung.

Der Geruch und Geschmack wird als harzig-aromatisch, minzähnlich und lakritzartig beschrieben.
Gundermann wurde außerdem in der Volksheilkunde verwendet. Gemäß dem „New Kreüterbuch“ von Leonhart Fuchs (1543) wurde es gegen Hüftweh, Gelbsucht, Leberleiden, und als harn- und schweißtreibendes Mittel gegen Gifte eingesetzt.

Hildegard von Bingen empfahl die Verwendung der Pflanze gegen Kopf- und Ohrenschmerzen. Heute wird er von Kräuterheilern gegenAbszesse, Tumore und Augenprobleme verwendet.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird er auch zur Behandlung von Lungenentzündung und Nephritis eingesetzt.

Forschungen, die die pharmakologischen Eigenschaften des Gundermann klären, lassen sich nur vereinzelt finden: Sesquiterpenen aus Gundermann konnten in Versuchen cytotoxische Eigenschaften auf verschiedene Krebsarten nachgewiesen werden.

Des Weiteren ließ sich eine antibakterielle, antioxidative und entzündungshemmende  Wirkung feststellen.

Der reiche und regional sehr unterschiedliche Aberglaube rund um diese Pflanzenart gilt als Hinweis, dass sie bereits bei den germanischen Völkern als Heil- und Zauberpflanze Verwendung fand. 

Als Heil- und Schutzzauber sollte er gegen Krankheiten wie Pest, auch gegen Hexen wirken. In vielen Regionen spielte er eine Rolle in Milchzaubern.

Gundermann wird und wurde selten im Garten angebaut.
 In der Regel wurde er gesammelt. In mittelalterlichen Klostergärten wurde er gelegentlich als Arzneipflanze gezogen. Heute wird Gundermann gelegentlich in Ziergärten gepflanzt.



Blüte und Blätter
Wildkräuter, Folge 6: Gundermann

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Butterblumengelbe Wiesen

Butterblumengelbe Wiesen, 
sauerampferrot getönt, 
o du überreiches Sprießen, 
wie das Aug dich nie gewöhnt!
Wohlgesangdurchschwellte Bäume, 
wunderblütenschneebereift - 
ja, fürwahr, ihr zeigt uns Träume, 
wie die Brust sie kaum begreift.

Christian Morgenstern
1871 bis 1914







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