Samstag, 3. Mai 2014

Der Neckar

SONNENBLÜMLE




Der Neckar, Verlaufskarte Wikipedia.


Der Neckar ist ein Nebenfluss des Rheins in Deutschland von 362 km Länge – mit dem längeren Oberlauf Eschach 380 km – der mit seinem annähernd 14.000 km² großen Einzugsgebiet den zentralen Teil Baden-Württembergs entwässert. Der mittlere Abfluss an der Mündung beträgt 145 m³/s. Hydrologisch ist der Neckar damit nach Aare, Maas, Mosel und Main der fünftgrößte Nebenfluss des Rheins und nach Länge wie auch nach Wasserführung der zwölftgrößte Fluss Deutschlands.

Der Neckar entspringt auf der Baar bei Villingen-Schwenningen auf 705 m ü. NN. Zunächst fließt er zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb nach Nordosten, ab dem „Neckarknie“ bei Plochingen nordwestwärts bis nordwärts durch die Ballungsräume von Stuttgart und Heilbronn, dann ab Eberbach im Odenwald westwärts bis Heidelberg und schließlich durch das Oberrheinische Tiefland nordwestwärts bis Mannheim. Hier mündet er auf 95 m Meereshöhe in den Rhein. Seine drei größten Nebenflüsse sind die Enz, der Kocher und die Jagst.

Der Neckar ist von Plochingen abwärts mittels Stauhaltungen zum Großschifffahrtsweg (Bundeswasserstraße) ausgebaut mit bedeutenden Häfen in Stuttgart, Heilbronn und Mannheim.


Dr Neckar

Ta’z ond Musek ghaöt zur Kirbe, 
ond dr Hoachzichstrauß zur Braut, 
ond zur Fasnet ghaöret mürbe 
Küachle, wia dr Speck ens Kraut. 

Ond zur Täufete ghaöts Kendle, 
ond zum Gaigel ghaöt dr Trompf, 
ond dr Necker ghaöt ens Ländle 
als sei‘ Heazstuck ond Triompf! 

Sei‘ Erbtoal kriegt r halb ond halb 
vom Schwaazwald ond vor Rauhe’n Alb. 
Drom ist r ao toals zart, toals grob, 
grad wia sei‘ Vatter ond sei‘ Muater; 
mit oam Woat gsait,: er ist e guater 
und regelrechter Schwob. 

Latz gucket ao des Wässerle, 
wias aus em Bode‘ spritzt, 
ond wia silbrigs Messerle 
so blank ond sauber glitzt! 
Wias plätscheret ond strudlet 
ond wuselet ond hudlet, 
wias läbberet ond motzet 
ond Kieselbatze‘ schlotzet! 

Sott ma’s glaube‘, schla mes Blechle, 
dass des wenzig, wonzig Bächle 
mol en Necker geit? 
Freilich, freilich geit es des, 
narr aus Bibberlen wearet Gäs‘ 
ond aus Kender Leut! 

Des ist doch en alte Sach: 
Eest viel Wässerle gent en Bach. 
So isch grad bei Necker ao - 
ond en Rottweil macht r schao‘ 
a‘ dr eeste‘ Mühlebruck 
als Athlet sei‘ Gsellestuck. 

Latz schwitisiert r s Täle ra, 
iatz ist r uf dr Walz, 
ond wenn e´r kö’t, noh feng r a‘ 
ond säng aus vollem Hals! 
r karessiert mit Berg ond Wald 
ond schmeichlet mit em Moos, 
tuat Fangerles mit dr Eisebahn‘ 
und Schlumpfetles mit dr Stroß. 

Koa‘ Wonder, daß en s Täle ma‘, 
ond daß ems so flattiert 
ond lenks ond reachts de‘ ganze‘ Weag 
mit Tannereis verziert. 

Ond r reckt se, 
ond r streckt se 
ond braucht zmol en Haufe‘ Platz; 
Stoa‘ ond Felse’n überschwemmt r 
ond die haögste Stauwuhr nemmt r 
spielend mit me‘ Satz. 

So isch reacht, so ka’n r bleibe! 
Jatzet muaß r na‘ a’s Britt, 
iatzer hoaßts uf Schritt ond Tritt:v Mühle‘n ond Fabrike‘ treibe‘, 
Geite hüate‘, Wendle‘ wäsche‘, 
onter jede Bruck sich ducke‘, 
ond dezuana‘ Dreck ond Äsche‘, 
Abfäll, Gschnipf ond Kutter schlucke‘. 
Ist r schliaßlich noch em Schaffe‘, 
obends wieder glatt ond ebe‘, 
muaß r noh em Mo‘, deam Affe‘, 
stondelang de‘ Spargel hebe‘. 

Aber moast, de‘ Necker gheis? 
Männdle, do bist et reacht briicht: 
noa‘, iatz zeigt r eest mit Fleiß 
überall e freundlichs Gsiicht. 

Freilich müaßt er bald verlechne‘, 
kö’t r et auf Zuaschuß rechne‘. 
Haörsch! do plätzschrets schao em Schilf! 
Ond vo‘ älle Seite sprenget 
Wässerlen ond Bäch ond brenget 
aosrem Necker Hilf. 

Fils ond Rems ond Murr ond Enz, 
Zaber, Sulm ond Jagst ond Kocher – 
isch e Wonder, wenn er nocher 
vo‘ Heilbronn bis na a’d Grenz 
wia e Herr deherstolzert 
ond mit Woaze, Obst ond Wie‘ 
ond mit Dampfschiff renommiert, 
grad als wär des älles sei? 

Iatz ist r stark, iatz ist r groaß, 
iatz giht en anders Leabe‘ laos, 
iatz muaß r naus en d Fremde! 
(Wer wuud ao heule; schämmde!) 

r hot auf seire Wanderschaft 
en A’seah kriagt ond Bärekraft, 
r hot vom Leabe manches gseah, 
hot manches könne haore, 
ond was noh fehlt, soll wuud se gea, 
sell wuud en d Fermde Lähre. – 
So, do ist d Grenz. Adje! 

Soweit wär älles reacht ond schö. 
Was aber tuat dear Stromer? 
r lauft schnurstracks ens Badisch nei‘ 
ond selt – vor lauter Jomer – 
versäuft r se em Rhei‘!

 Sebastian Blau



Josef Eberle, Alias Sebastian Blau


Herzlichst Ihr

SONNENBLÜMLE
Wünsche einen schönen Tag und ein sonniges Grüssle vom Sonnenblümle


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