Donnerstag, 16. Januar 2014

Ahnungen

SONNENBLÜMLE
Mondgedichte



Christoph Martin Wieland, Gemälde von Ferdinand Carl Christian Jagemann, 1805

Der Mondschein hat dies eigen, wie uns deucht,
Er scheinet uns die Welt der Geister aufzuschließen:
Man fühlt sich federleicht,
Und glaubt in Luft dahinzufließen;
Der Schlummer der Natur hält rings um uns herum
Aus Ehrfurcht alle Wesen stumm;
Und aus den Formen, die im zweifelhaften Schatten
Gar sonderbar sich mischen, wandeln, gatten,
Schafft unvermerkt der Geist sich ein Elysium.
Die Werktagswelt verschwindet. Ein wollustreiches Sehnen
Schwellt sanft das Herz. Befreit von irdischer Begier
Erhebt die Seele sich zum wesentlichen Schönen,
Und hohe Ahnungen entwickeln sich in ihr.

Christoph Martin Wieland

Biographie Wielands


Heute ist Vollmond.
Donnerstag,  16. Januar 2014, 05:52:12 Uhr MEZ.


Herzlichst Ihr
SONNENBLÜMLE



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Mo
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