Samstag, 21. Dezember 2013

Winterlied eines schwäbischen Bauerjungen

SONNENBLÜMLE
Gedicht von Christian Friedrich Daniel Schubart [1739 bis 1791] .

Christian Friedrich Daniel Schubart

Mädel, ’s ist Winter, der wollichte Schnee,
Weiß wie dein Busen, deckt Thäler und Höh'. 
Horch, wie der Nordwind um's Häuslein her pfeift! 
Hecken und Bäume sind lieblich bereift.

Mädel, 's ist Winter, die Bäche sind Eis; 
Dächer der ländlichen Hütten sind weiß.
Grau und ehrwürdig, im silbernen Flor, 
Streckt sich der stattliche Kirchthurm empor.

Mädel, es ist Winter. Mach's Stüblein fein warm;
Setz dich zum Ofen, und nimm mich in Arm! 
Lieblich und kosend, wie rosigten Mai,
Führt uns die Liebe den Winter vorbei.

Drehst du mit Fingern, so reinlich wie Wachs, 
Seidene Fäden vom silbernen Flachs,
Schüttle ich die Acheln dir schäkernd vom Schurz, 
Mache die Nächte mit Mährlein dir kurz.

Mädel, 's ist Winter. O wärst du schon mein! 
Schlüpft' ich ins blähende Bettlein hinein; 
Nähm' dich, mein herziges Liebchen! in Arm, 
Trotzte dem Winter - denn Liebe macht warm. -

..
Herzlichst Ihr
Sonnenblümle
Mehr vom Sonnenblümle bei Tumblr auch unter : Sonnenblümle.

Mo
Allen Freunden und Leser wünsche ich schöne Feiertage, 
Frohes Fest und einen
guten Start ins Neue Jahr 2014.

Schöne Adventszeit einen schönen Tag und ein sonniges Grüssle vom Sonnenblümle.