Dienstag, 3. Dezember 2013

Detlev von Liliencron

Sonnenblümle
Detlev von Liliencron

Detlev von Liliencron

Mein täglicher Spaziergang

Nur ein paar Birken, Einsamkeit und Leere,
Ein Sumpf, geheimnisvoll, ein Fleckchen Heide,
Der Kiebitz gibt mir im April die Ehre,
Im Winter Raben, Rauch und Reifgeschmeide,
Und niemals Menschen, keine Grande Misère,
Nichts, nichts von unserm ewigen Seelenleide.
Ich bin allein. Was einzig ich begehre?
Grast ihr für euch, und mir laßt meine Weide.

Detlev von Liliencron

Detlev Freiherr von Liliencron

eigentlich: Friedrich Adolf Axel Freiherr von Liliencron
Geboren am 3.6.1844 in Kiel als Sohn eines Zollverwalters und einer Generalstochter. Nach preußischem Militärdienst wurde er 1863 Offizier in Mainz. 1875 mußte er wegen Verschuldung aus dem Militärdienst ausscheiden und arbeitete ohne Erfolg in verschiedenen Berufen in Amerika (Sprachlehrer, Pianist, Stallmeister).

Nach seiner Rückkehr arbeitete er als Gesangslehrer in Hamburg.
1882 bekam er eine Anstellung als Landesvogt auf der nordfriesischen Insel Pellworm und mußte das Amt wegen Schulden aufgeben. Danach freier Schriftsteller in München (dort Kontakt mit Bierbaum ), Berlin und Altona. Von 1889-1899 lebte er in Ottensen bei Hamburg (Kontakt mit Dehmel , Falke , Spiero).

Detlev von Liliencron starb am 22.7.1909 in Alt-Rahlstedt bei Hamburg.

Raben
Im nächsten Post gibt es mehr Gedichte von Detlev von Liliencron.

Herzlichst
Ihr Sonnenblümle

Mo

Wünsche einen schönen Tag und ein sonniges Grüssle vom Sonnenblümle