Mittwoch, 1. Mai 2013

Kalenderblatt : Mai

Hans Thoma, Mai

Nun aber hebt zu singen an
der Mai mit seinen Winden.
Wohl dem, der suchen gehen kann
und bunte Blumen finden!

Die Schönheit steigt millionenfach
empor aus schwarzer Erden;
manch eingekümmert Weh und Ach
mag nun vergessen werden.

Denn dazu ist der Mai gemacht,
daß er uns lachen lehre.
Die Herzen hoch! Und fortgelacht
des Grames Miserere!

Otto Julius Bierbaum 
(1865 - 1910)

Chronography of 354 Mensis Maius

Mai :

Karl der Große führte im 8. Jahrhundert den Namen Wonnemond ein
(eigentlich althochdeutsch „wunnimanot“ = Weidemonat), der darauf hinweist, dass man in diesem Monat das Vieh wieder auf die Weide treiben konnte.

Mit „Wonne“ im heutigen Begriffszusammenhang hat der alte Monatsname also eigentlich nichts zu tun.
Doch findet sich dieses Missverständnis schon zu Beginn der Neuzeit und des Neuhochdeutschen.

Laut Deutsches Wörterbuch der Brüder Grimm s. v. WONNEMONAT erklärt Basilius Faber 1587 [sic!]: „maius, der may, a frondibus Carolus Magnus den wonnemonat, id est mensem amoenitatis olim nuncupavit“ („maius, der may, nach dem Laub benannte einst Karl der Große den wonnemonat, d. h. den Monat der Lieblichkeit“).

Ebenso erhielt der Mai die Bezeichnung Blumenmond wegen der Hauptblütezeit der meisten Pflanzen.
Nach alter Überlieferung darf man sich der zunehmenden Wärme erst nach den so genannten Eisheiligen vom 11. Mai bis zum 15. Mai sicher sein.

Etwa seit dem 13. Jahrhundert wird der Mai in Europa mit Maifeiern, -umgängen und -ritten gefeiert, in vielen Gegenden Deutschlands und Österreichs ist das Aufstellen oft imposanter Maibäume gewachsenes Brauchtum, länger schon existierten Feste wie Pfingsten, Beltane oder Walpurgisnacht.
Aus: Mai-Wikipedia

Der Mai -  im Deutschen Wörterbuch der Gebrüder Grimm


Tübingen im Mai

Einen schönen 1. Mai und ein ~
Mo sonniges Grüssle vom Sonnenblümle