Dienstag, 9. April 2013

Kalenderblättle - April

Hans Thoma, April
Der April ist der vierte Monat des Jahres im Gregorianischen Kalender.
Er hat 30 Tage und beginnt mit demselben Wochentag wie der Juli und in Schaltjahren auch wie der Januar. Im römischen Kalender war der Aprilis ursprünglich der zweite Monat.
William Henry Holmes - Blossoms (1927)
Der Name bezieht sich möglicherweise auf die sich öffnenden Knospen im Frühling und wäre dann vom Lateinischen aperire („öffnen“) herzuleiten. Eine andere Etymologie sieht apricus („sonnig“) als Ursprung des Wortes.

Der alte deutsche Name, der durch Karl den Großen im 8. Jahrhundert eingeführt wurde, ist Ostermond, weil Ostern meist im April liegt. Andere, heute kaum mehr gebräuchliche Bezeichnungen sind Wandelmonat,Grasmond oder auch Launing.


Aprilwetter steht bildlich für wechselhaftes Wetter, auch wenn es in anderen Monaten stattfindet:
„April, April – der macht, was er will“
Alte aufs Wetter bezogene Bauernweisheit
Zum 1. April -
Wir üben im April die Leute durch vexiren
Und pflegen sie im Schimpff herum- und an zu führen;
Man öffnet so den Witz, daß er sich thu herfür,
Wie diese Zeit schleust auff der Welt Lust, Nutz und Zier.

Friedrich von Logau
April

Still von unsichtbarer Hand
Seh die Welt ich schmücken,
Und es wandelt übers Land
Ruhiges Beglücken.

Unsre alte Erde weit
Sank in frommes Sinnen,
Ahnend einer neuen Zeit
Reimendes Beginnen.

Bald ist alles in der Rund
Werdens voll und Galtens,
Jede Scholle wird zum Grund
Drängenden Gestaltens.

Reichtum seh ich jeden Platz
Aus der Tiefe heben,
Schenkend zeigt versenkten Schatz
Jedes Stückchen Leben.

Ferdinand Ernst Albert Avenarius


Mo sonniges Grüssle vom Sonnenblümle