Mittwoch, 13. März 2013

Wir gehen wie zur Frühlingsstunde

Claude Monet, Frühlingsblumen. 1864

Wir gehen wie zur Frühlingsstunde

Die gelbe Sonnenblumenschar schaut über lange Zäune,
Und letzter Scharlachmohn beleuchtet rot die Ackerbräune.
Unter den Bäumen bei der nassen Straß'
Liegen die Zwetschgen blau im grünspangrünen Gras.
Ein gilbend Stoppelfeld daneben tot im Abend ruht,
Und fern in weiße Nebel kriecht der Sonne Glut.
Wir gehen, wie zur Frühlingsstunde, am blaugefrornen Kohlfeld hin,
Bewundern die Vergänglichkeit nur mit den Augen und dem Munde,
Denn unvergänglich ohne Jahreszeit glüht uns im Blut der Liebessinn.

Max Dauthendey



Mo sonniges Grüssle vom Sonnenblümle