Freitag, 8. Februar 2013

Mein Kräuterbüchlein : Bittermandel

Bittermandel,
(engl.); Amande (frz.); Prunus amygdalus (lat/bot.).

Herkunft: Urheimat Persien; heute überall am Mittelmeer und in Kalifornien angebaut.

Aussehen: 
knorriger Baum mit schmalen, gnzenden Blättern und im Frühling zartrosa Blüten.
Die Samen, flache, eiähnliche Steinfrüchte, sind von einer pelzigen Haut umgeben, die jedoch zur Zeit
der Reife aufspringt. Im Steininnern befindet sich der Mandelkern mit zimtbrauner Haut, der kleiner
und weniger regelmäßig geformt ist als süße Mandeln.

Zum Würzen verwendete Teile: Kerne | Öl, Bittermandelöl zum Backen.

Im Handel erhältlich: die Kerne und ein Fruchtextrakt, das Bittermandelöl (im Lebensmittelhandel).
Gesundheitlicher Wert: Rohe Kerne sind sogar giftig
Sie enthalten u. a. das Amygdalin, das sich bei Hinzufügung von Wasser in Blauurverwandelt
6 bis 10 rohe Mandeln sind schon für Kinder gefährlich.
Deshalb gut wegschließen! Mitgekocht oder -gebacken verlieren sie ihre schädliche Wirkung.
Geschmack: Kerne schmecken intensiv nach Mandeln, haben aber einen gallebitteren Nachgeschmack
und riechen ßlich nach Zyankali.

Mit Bittermandeln würzt man:
vor allem Weihnachtsgebäck wie Stollen, aber auch andere Kuchen und Kekse. Daneben gibt ein Hauch
Bittermandelaroma Süßspeisen wie z. B. Grießpudding oder feinen Cremes eine besondere Note.

Würzkombinationen mit Bittermandeln:
Sie passen überall da, wo man süße Mandeln nimmt. Außerdem verträgt sich ihr Aroma mit Vanille
und Zimt.
Phyllis
Sagen:
Phyllis, die thrakische nigstochter, verliebte sich einst in einen Sohn des Theseus.
Als dieser junge Mann aber jahrelang von seinen Abenteuerfahrten nicht heimkam,
starb sie vor Gram. Die Götter verbannten sie nicht ins Totenreich, sie verwandelten sie in einen Baum
mit zartrosa Blüten. So entstand einer Sage nach der Bittermandelbaum.
Die süßen, allem Anschein nach eine Zuchtform aus den bitteren, sind wesentlich jünger,
sie sind "nur" 2000 Jahre alt.

Vom Umgang mit Mandeln:
Bittere Mandeln müssen immer mitgekocht oder - gebacken werden
Sie kommen gehackt oder zermahlean die Speise
Ob mit oder ohne brauner Schale, richtet sich nach der farblichen Zusammensetzung der
übrigen Zutaten. Man schält sie wie süße, nachdem man sie überbrüht hat.
Gut verpackt (im Schraubglas) halten sie sich ca. 3 Monate.
Geschmacklich besteht kein Unterschied zum Öl. Der Bequemlichkeit halber nimmt man daher Kerne
nur, wenn das Rezept aerdem süße Mandeln vorschreibt
Mit der Dosierung sollte man vorsichtig sein. Meist genügen 1-2 Tropfen oder 1-2 TI gemahlene Kerne.

Mandeln Allgemein - süße -
Mandeln in der Wikipedia


Mo sonniges Grüssle vom Sonnenblümle