Mittwoch, 6. Juni 2012

Gedichte

Juni.

Pirol
Hörst du den Pirol? Die Linden blühn,
o Tage, so tief und golden –
an den Wegen Lichtnelken und Rosmarin
und schwankende Blütendolden.

Blaue Glyzinien, ein leuchtendes Meer,
dicht hängen die Trauben nieder,
über den Gartenzaun, süß und schwer
duftet der letzte Flieder ..

Sonne im Herzen und Sonne im Blick –
jungholde Seligkeit trinken –
nichts denken, nichts fühlen als lauter Glück,
ehe die Schatten sinken –

Laß mich noch einmal so mit dir gehn
selig durch lachende Weiten,
laß uns durch Sonne und Blütenwehn
noch einmal wie Kinder schreiten ..

Leon Vandersee

Mo sonniges Grüssle vom Sonnenblümle