Samstag, 26. Mai 2012

Rosen



Gedicht von Friedrich Hölderlin 
(1770-1843)


An die Rose

Ewig trägt im Mutterschoße,
Süße Königin der Flur!
Dich und mich die stille, große,
Allbelebende Natur;
Röschen! unser Schmuck veraltet,
Stürm entblättern dich und mich,
Doch der ewge Kern entfaltet
Bald zu neuer Blüte sich. 




Gedicht von Christian Friedrich Hebbel 
(1813-1863)


Die Rosen im Süden

Aus den Knospen, die euch deckten,
Süße Rosen, mein Entzücken,
Lockte euch der heiße Süd;
Doch die Gluten, die euch weckten,
Drohen jetzt, euch zu ersticken,
Ach, ihr seid schon halb verglüht! 
Und dem Freunde, dem erschreckten,
Deucht, er muß euch eilig pflücken,
Daß ihr nicht zu schnell verblüht!

Hölderlin.



Johann Christian Friedrich Hölderlin 

* 20. März 1770 in Lauffen am Neckar, 
† 7. Juni 1843 in Tübingen, 
zählt zu den bedeutendsten deutschen Lyrikern. 

Sein Werk nimmt in der deutschen Literatur um 1800 eine selbständige Stellung neben Weimarer Klassik und Romantik ein. Mehr hier





Hebbel


Christian Friedrich Hebbel 

* 18. März 1813 in Wesselburen, Dithmarschen,
† 13. Dezember 1863 in Wien, 
war ein deutscher Dramatiker und Lyriker. 
Sein Pseudonym in der Jugend war 
Dr. J. F. Franz. Mehr Hier


Mo sonniges Grüssle vom Sonnenblümle