Donnerstag, 12. April 2012

Kalenderblatt : Etwas zum April ..

Hans Thoma, April.

April:

Der Name bezieht sich möglicherweise auf die sich öffnenden Knospen im Frühling und wäre dann vom Lateinischen aperire („öffnen“) herzuleiten. Eine andere Etymologie sieht apricus („sonnig“) als Ursprung des Wortes. Der alte deutsche Name, der durch Karl den Großen im 8. Jahrhundert eingeführt wurde, ist Ostermond, weil Ostern meist im April liegt. Andere, heute kaum mehr gebräuchliche Bezeichnungen sind Wandelmonat, Grasmond oder auch Launing.

Der Sage nach wurde Luzifer am 1. April aus dem Himmel verstoßen.

Die germanischen Wochentagsnamen-PDF

Der Monat April im Chronograph von 354 des spätantiken Kalligraphen Filocalus.
Bezeichnungen für den April
früher: Launing, Grasmond, Ostermond, Ostermonat

„April, April – der macht, was er will“
– Alte aufs Wetter bezogene Bauernweisheit

Wetter und Bauernregeln zum April und den einzelnen Tagen:
• Der April tut, was er will.
• Wenn der April bläst in sein Horn, so steht es gut um Heu und Korn.
• Wenn der April Spektakel macht, gibt’s Korn und Heu in voller Pracht.
• Je eher im April der Schlehdorn blüht, je früher der Bauer zur Ernte zieht.
• Heller Mondschein im April schadet den Blüten nicht.
• Aprilschnee ist der Grasbrüter.
• Aprilschnee bringt Gras und Klee.
• Blüht die Esche vor der Eiche, gibt es eine große Bleiche (= trockener Sommer),
blüht die Eiche vor der Esche, gibt es eine große Wäsche (= verregneter Sommer).

1. April: 1. April
• Scherz verscheut Unheil.
• Den 1. April musst du gut übersteh'n, dann kann dir nichts Böses mehr gescheh'n.
• Säen am 1. April verdirbt den Bauern mit Stumpf und Stiel.
2. April: Hl. Rosamunde
• Bringt die Rosamunde viel Sturm und auch Wind, ist er viel später uns gelind.
oder: Bringt Rosamunde Sturm und Wind, so ist Sybille (29. April) uns gelind.
• Sturm und Wind an Rosamunde bringt dem Bauern gute Kunde.
3. April: St. Chrestus und St. Pappus
• Wer an Christian säet Lein', bringt schönen Flachs in seinen Schrein.
4. April: St. Ambrosius
• War's an Ambrosius schön und rein, wird's an Florian (4. Mai) umso wilder sein.
• Der heilige Ambrosius schneit oft dem Bauern auf den Fuß.
5. April: St. Vinzenz
• Ist Sankt Vinzenz Sonnenschein, bringt es viele Körner ein.
• Ist Sankt Vinzenz Sonnenschein, gibt es viel und guten Wein.
8. April: St. Amantius/Amandus
• Wenn es viel regnet um den Amantiustag, ein dürrer Sommer folgen mag.
• Ist's um Amandus schön, wird der Sommer keine Dürre seh'n.
9. April: St. St. Waltraud
• Wenn der Kuckuck am 9. April nicht gesungen hat, ist er erfroren.
• Bringt Genoveva uns Sturm und Wind, so ist uns Waltraud oft gelind. (Genoveva ist am 3. Januar)
10. April: St.Ezechiel/Hesekiel
• An Ezechiel, dem 100. Tag nach Neujahr, da säe Leinsamen, dann gedeiht er wunderbar.
• Ezechiel, mach schnell, mach's fein, tu deinen Lein' ins Geld hinein.
14. April: St. Tiburtius
• Tiburtius kommt mit Sang und Schall, er bringt den Kuckuck und die Nachtigall.
• Wenn der Tiburtius schellt, grünt der Garten und das Feld.
• Am Tiberiustag die Natur nun endlich grünen mag.
• Grüne Felder am Tiburtiustag, die ziehen viel Getreide nach.
• Tiburtius kommt uns sehr gelegen, mit seinem grünen Blättersegen.
• Nach dem Tiburtiustag alles, alles grünen mag.

15. April: Kuckuckstag
• Der 15. April der Kuckuckstag heißen will.
• Am 15. April der Kuckuck rufen soll, und müsste er rufen aus einem Baum, der hohl.
• Tiburtius ist des Bauern Freund, doch nur, wenn auch der Kuckuck schreit.
22. April
• Gewitter vorm Georgiustag (23. April), folgt gewiss noch Kälte nach.
23. April: St. Georg
• Georg kommt nach alten Sitten auf einem Schimmel angeritten.
(Schimmel = die letzten Schneeflocken des Frühlings)
• Kommt der Georg auf einem Schimmel, kommt ein gutes Frühjahr vom Himmel.
• Ist's an Georgi warm und schön, wird man noch rauhe Wetter seh'n.
• Ist's an Georgi hell und warm, gibt's noch ein Wetter, dass Gott erbarm.
• Georg und Markus (25. April) ganz ohne Trost, erschrecken uns sehr oft mit Frost.
• Gab es Gewitter am Georgitag, so folgt gewiss noch Kälte nach.
• Auf St. Georg's Güte stehen alle Bäum' in Blüte.
• Was bis Georgi die Reben treiben, wird ihnen nicht bis zum Gallus (16. Oktober) bleiben.
• Zu Georgi „blinde“ Reben, volle Trauben später geben.
• Sind die Reben an Georg noch „blutt“ und blind, freut sich der Winzer mit Frau und Kind.
• Am Georgstag zeigt sich schon die Schwalbe einen Augenblick, und zieht sich nochmal zurück.
• Kann der Georg im Korn die Krähe verstecken, wird sich das Mehl häufen zu prallen Säcken.
• Am Georgstag soll sich das neue Korn schon so recken, dass sich die Krähe drin kann verstecken.
• Es deutet eine gute Ernte an, wenn sich zu Georg schon die Krähe im Korn verstecken kann.
• Des St. Georg's Pferd, das tritt den Hafer in die Erd.
• Der Georgstag, der ist der Pferde Ehrentag.
• Georgi bringt grüne Schuh.
(Früher mussten die Kinder ab diesem Tag auf ihre Winterschuhe verzichten.)
25. April: St. Markus
• Georg (23. April) und Markus ganz ohne Trost, erschrecken uns sehr oft mit Frost.
• Georgus (23. April) und Marks,
die bringen oftmals was Arg's;
Philippi und Jakobi (1. Mai),
sind dann noch zwei Grobi;
Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai),
das sind erst drei Lumpazi.
Oft der Urban gar (25. Mai),
ist streng fürwahr,
und Peter und Paul (29. Juni),
die sind meist nur faul.
• Wie jetzt an Markus sich das Wetter hält, so ist es auch oft im Herbst zur Ernte bestellt.
• Vor dem Markustag, sich der Bauer hüten mag.
• Gibt's an Markus Sonnenschein, hat der Winzer guten Wein.
• Ist's jetzt um den Markus warm, friert man danach bis in den Darm.
• Wer erst zu Markus legt die Bohnen, dem wird er's reichlich lohnen; doch Gerste, die sei längst gesät, denn nach dem Markus ist's zu spät.
• An Markus, da versteckt die Socken, unsere Krähe im Roggen.
• Bauen um Markus schon die Schwalben, so gibt's viel Futter, Korn und Kalben.
• Leg erst nach Sankt Markus Bohnen, er wird's dir lohnen.
27. April: St. Petrus Canisius (Kanisius), Zita
• Hat Sankt Peter das Wetter schön, kansst du Kohl und Erbsen sän.
• Auf des heiligen Peters Fest sucht der Storch sein Nest.
28. April: St. Vital/Vitalis
• Ist es noch kalt auf St. Vital, friert es uns noch fünfzehnmal.
• Friert's an Sankt Vidal, friert es wohl noch fünfzehnmal.
30. April: auf den 1. Mai - Walpurgisnacht
• Regen in der Walpurgisnacht, hat stets ein gutes Jahr gebracht.
• In der Walpurgisnacht Regen, bringt uns reichen Erntesegen.
• Walpurgisfrost ist schlechte Kost.
• Sturm und Wind in der Walpurgisnacht, hat Scheune und Keller vollgemacht.
• Auf ihren Besen mit bösem Sinn, reiten die Hexen zum Blocksberg hin.
(Angeblich treffen sich an diesem Tag die Hexen auf dem Blocksberg = Brocken im Harz.)


Leandro Bassano, April.

Leandro Bassano,
eigentlich Leandro dal Ponte,
* 26. Juni 1557 in Bassano del Grappa,
† 1622 in Venedig, war ein italienischer Maler und einer der vier Söhne von Jacopo Bassano.

Er arbeitete in der venezianischen Werkstatt seiner Familie unter seinem älteren Bruder Francesco Bassano der Jüngere, der dem venezianischen Zweig der Familie vorstand. Francesco beging ein paar Monate nach dem Tod seines Vaters Selbstmord. Danach übernahm Leandro die Leitung der Werkstatt. Er war der erste Bildnis-Maler der Familie und seine Porträts werden heute mit denen von Jacopo Tintoretto verglichen. Um 1595 wurde er vom Dogen geadelt (danach fügte er manchmal 'Eques' zu seiner Unterschrift hinzu).


Mo sonniges Grüssle vom Sonnenblümle