Dienstag, 28. Februar 2012

Eisenkraut

Blüte des echten Eisenkrauts.
Das Echte Eisenkraut 
Lateinisch: Verbena officinalis,
auch Taubenkraut, Katzenblutkraut, Sagenkraut oder Wunschkraut genannt, gehört zur Gattung der Verbenen (Verbena). Sie ist eine traditionelle Heilpflanze.

Das Echte Eisenkraut ist weltweit in gemäßigten und tropischen Gebieten eine invasive Pflanze.
Das Eisenkraut schätzt sonnige, geschützte Lagen mit mäßig nährstoffreichen und schwach sauren, sandigen Lehm- und Ton-Böden und hat im Sommer einen hohen Wasserbedarf. Sie ist eine unauffällige, aber ausdauernde Pflanze und wächst gerne an Wegen, Hecken und Schuttplätzen.

Eisenkrautblüte
Das Echte Eisenkraut wird als Grundlage für kosmetische Produkte,
als Tee und als alkoholisches Getränk angeboten.
Vom Namen her wird es oft mit der ebenfalls zur Familie der Eisenkräuter zählenden Zitronenverbene verwechselt (Lippia citriodora), die häufig unter den irreführenden Bezeichnungen „Eisenkraut duftend“ oder „Wohlriechendes Eisenkraut“ in den Handel kommt.

Eine Unterscheidung ist durch Geruch und Geschmack möglich.
Während die Zitronenverbene intensiv nach Zitrone duftet und schmeckt,
riecht das Echte Eisenkraut eher unauffällig und enthält viele Bitterstoffe.

Eisenkraut, Verbena officinalis.
Das Eisenkraut in der Pflanzenheilkunde:

Das Echte Eisenkraut hat vor allem in der Pflanzenheilkunde eine lange Tradition, die bis ins Altertum zurückreicht. Es wurden ihm insbesondere harntreibende, Gallenfluss anregende und antirheumatische Wirkungen nachgesagt.

Als Inhaltsstoffe konnten die Iridoid-Glykoside Verbenalin, Hastatosid und neben einer Reihe anderer Verbindungen auch Verbascosid nachgewiesen werden. Eisen enthält die Pflanze allerdings nicht.
Trotz mehrfacher pharmakologischer Untersuchungen aller bekannten Inhaltsstoffe konnte eine eindeutige pharmazeutische Wirkung nicht gesichert nachgewiesen werden.
Deshalb werden Eisenkrautpräparate heute, wenn überhaupt, nur noch in der Volksmedizin eingesetzt. Eisenkraut ist wohl aber ein wesentlicher Bestandteil handelsüblicher Erkältungsmittel.

Symbole - Kelten.
Das Eisenkraut als kulturelles Symbol:

Das Eisenkraut ist seit frühester Zeit kultisch verwendet worden.
Bereits in indogermanischen Zeremonien wurde das Eisenkraut genutzt, um Opfersteine oder Altartische zu reinigen.

Im alten Ägypten wurde die als Träne der Isis genannte Pflanze in Zeremonien eingesetzt. Im antiken Griechenland war sie der Göttin der Morgenröte Eos Erigineia zugeordnet,
im antiken Rom lag laut Plinius Eisenkraut stets bündelweise auf dem Altar des Jupiter.

In Wales trägt das Eisenkraut den Namen Devil’s bane – Teufelsbann.
Auch der Name Eisenkraut selbst lässt sich auf die kultische Verwendung dieser Pflanze zurückführen:
Sie sollte das beste Mittel gegen Verwundungen durch Eisenwaffen sein, und sie wurde bei der Eisenverhüttung zugesetzt.

Besonders in Südeuropa war das Eisenkraut im Aberglauben tief verwurzelt.
Mit verbena bezeichneten schon die alten Römer gewisse Pflanzenteile, die bei Zeremonien und in der Medizin verwendet wurden.
Noch im Mittelalter war das Kraut Bestandteil von Beschwörungszeremonien. [Wikipedia]

Die Erstveröffentlichung von Verbena officinalis erfolgte 1753 durch Carl von Linné
in Species Plantarum, 1, S. 20–21.

Carl von Linné.
Species Plantarum.

Links zum Eisenkraut:

Heilkräuter Lexikon

Flora von Österreich

Kräuter Verzeichnis

Gesundheitswissen

Flora der Schweiz

Forum Naturheilkunde

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