Montag, 31. Oktober 2011

Sonntags - Milchbrotkapsel

Eins Weißbrot der besonderen Art - "Schwäbisch" eben. Aus einem viel mchen

Milchbrotkapsel,
das habe ich aus diesem einfachen Teig gemacht, den man für vieles hernehmen kann.

Zum Teig, ein einfaches Rezept oder ein Grundteig wäre :

500 Gramm Mehl Type 550
280-300 Gramm Wasser,
12  Gramm Salz
15 Gramm Backmalz , oder wenn man dies nicht hat 4 g Caro Kaffee .
Hefe: da kommt es darauf an was man daraus macht und wie lange die Teigruhezeiten sind,
so zum Beispiel würde einfach 15 g Frischhefe zu diesem Grundteig genügen.
In meinem Fall der Milchbrotkapsel nicht ganz.
Ich habe einen halben Würfel Frischhefe genommen bei einer Teigruhezeit von gut einer bis eineinhalb Stunden.

Aus den zuvor angegebenen Zutaten kann man auch per Hand einen anständigen ,
plastischen Teig kneten, dann gibt man je nach Hefezugabe gut eine Stunde Teigruhezeit !
Danach kann man alle möglichen Dinge aus diesem Teig machen ,
zum Beispiel einen Laib runder Durchmesser, einen Kipf, Baquettes,
Kapselweißbrote und natürlich auch Brötchen.
Mit etwas Fett im Teig eine mürbe Kapsel , und wenn man 80 % Milch 
statt des Wassers nimmt hat man eine Milchbrotkapsel. So in meinem Rezept. 
Am besten bei 220 ° 10 Minuten backen und dann bei 175° fertig hell ausbacken.



Das Brot

Er saß beim Frühstück äußerst grämlich,
Da sprach ein Krümchen Brot vernehmlich:
"Aha, so ist es mit dem Orden
Für diesmal wieder nichts geworden.
Ja, Freund, wer seinen Blick erweitert
Und schaut nach hinten und nach vorn,
Der preist den Kummer, der ihn läutert.
Ich selber war ein Weizenkorn.
Mit vielen, die mir anverwandt,
lag ich im lauen Ackerland.
Bedrückt von einem Erdenkloß,
macht' ich mich mutig strebend los.
Gleich kam ein alter Has gehupft
und hat mich an der Nas gezupft,
und als es Winter ward, verfror,
was peinlich ist, mein linkes Ohr,
und als ich reif mit meiner Sippe,
o weh, da hat mit seiner Hippe
der Hans uns rundweg abgesäbelt
und zum Ersticken festgeknebelt
und auf die Tenne fortgeschafft,
wo ihrer vier mit voller Kraft
im regelrechten Flegeltakte
uns klopften, daß die Scharte knackte!
Ein Esel trug uns in die Mühle.
Ich sage dir, das sind Gefühle,
wenn man, zerrieben und gedrillt
zum allerfeinsten Staubgebild',
sich kaum besinnt und fast vergißt,
ob Sonntag oder Montag ist.
Und schließlich schob der Bäckermeister,
nachdem wir erst als zäher Kleister
in seinem Troge baß gehudelt,
vermengt, geknebelt und vernudelt,
uns in des Ofens höchste Glut.
Jetzt sind wir Brot. Ist das nicht gut?
Frischauf, du hast genug, mein Lieber,
greif zu und schneide nicht zu knapp
und streiche tüchtig Butter drüber
und gib den andern auch was ab !

Wilhelm Busch 






Mo sonniges Grüssle vom Sonnenblümle