Freitag, 7. Oktober 2011

Lein / Flachs

Gemeiner Lein (Linum usitatissimum)

Lein / Flachs
Laqteinisch: Linum usitatissimum gemeiner Lein. (Wikipedia zu Lein und gemeinem Lein)


Der Lein ist eine der ältesten Kulturpflan-zen, deren Anbau wir bis ins 3. Jahr-tausend vor Chr. 
verfolgen können (Ägypten). Schon früh hat der Mensch gelernt, aus den Stengeln der Pflanze Bast- oder Flachsfasern zur Herstellung von Geweben, und aus dem Samen Schleim und fettes Öl zu gewinnen. Über seine Heimat ist nichts Sicheres bekannt, da er wildwachsend nicht vor-kommt. Wahrscheinlich stammt er aus Südwestasien. 
Lein - Flachs - In Mitteleuropa wird er seit langem angebaut.

Die ersten Berichte über die medizi-nische Anwendung des Leins (Leinsamen) sind uns von alten griechischen und römischen Autoren überliefert. Noch heute zählt der Leinsamen zu einem der dankbarsten pflanzlichen Heilmittel, das innerlich und äußerlich genommen vielseitige Anwendung findet.

Der Lein ist Heilpflanze des Jahres 2005 (NABU) er ist Öl- und Faserlieferant schon seit der Steinzeit

In erster Linie ist die Droge infolge ihrer Gleit-und Quellstoffe als wertvolles und unschädliches Stuhlregulierungsmittel anzusehen, das gleichzeitig die geschwächte Darmbewegung (Peristal-tik) zu erhöhter Tätigkeit anregt und damit zu einer Behebung der Ursache der Verstopfung beiträgt.

Die allgemeine entzündungshemmende, einhüllende, krampf lösende und schmerzstillende Wirkung des Leinsa-mens erschließt weitere Anwendungsgebiete,
wie Magen-, Darm-, Nieren-und Blasenentzündungen, Hals- und Rachenkatarrh und fieberhafte Bronchitis.

Äußerlich wird der Leinsamen als heißer Breiumschlag bei Geschwüren, Furun-keln, Magenkrämpfen, Menstruations-beschwerden und anderen Schmerz-und Krampfzuständen aufgelegt. Man verwendet dafür einen Leinenbeutel.
Leinsamen

Das aus dem Samen kalt geschlagene Leinöl ist zur Lösung von Gallenkoliken nützlich. Äußerlich gibt Leinöl in einer Mischung mit Kalkwasser ein aus-gezeichnetes Brandliniment ab.

Es bewirkt eine rasche Schmerzlinderung und eine kosmetisch befriedigende Abheilung. Auch werden Leinöl und andere ähnliche fette Öle bei Ekzemen, Milchschorf und bei Schuppenflechte empfohlen.

Anwendung: Täglich 2-3 Eßlöffel geschroteten Leinsamen nehmen (in Kompott oder Sauermilch) oder mit kaltem Wasser ansetzen.
2 Eßlöffel auf V2 Tasse, 7 Stunde quellen lassen und das Ganze einnehmen.

Für die Teebereitung benötigt man 1 Eßlöffel voll Leinsamen auf I Tasse Wasser, kocht kurz auf, läßt 10 Minuten ziehen und trinkt den Tee warm.

Zu Umschlägen wird ein Leinenbeutel nicht zu voll (Leinsamen quillt stark!) gefüllt, man übergießt diesen in einem Topf mit kaltem Wasser, läßt etwa 5 Stunden stehen, erhitzt im gleichen Wasser bis zum Kochen und läßt 1 eine und 3/4 Stunde ziehen.
Vom Leinöl nimmt man durchschnitt/ich 2 Eßlöffel am Tag.

Als Brandliniment mit Kalkwasser zu gleichen Teilen mischen.


Brandliniment Definition:
Dermatoogie: eine Mischung aus Kalkwasser und Leinöl zur Behandlung frischer Brandwunden.

Linumperenne

MLR BW.de - zur Verbrauchertäuschung bei Leinsamen

Lebensmittelüberwachung BW


Mo sonniges Grüssle vom Sonnenblümle wünsche ein schönes Wochenende.