Dienstag, 12. Juli 2011

Kalenderblättle

Zitat:


"Im übrigen versuche ich, mit der größten Klarheit die Wahrheit über die Kunst und das Leben, wie ich sie vor den Schönheiten Roms vereinzelt erfahren habe, zu formulieren, und da ich auch die innere Verbindung erkannt habe, werde ich versuchen, diese zu offenbaren..."


Amedeo Modigliani 


Geburtstage:

Amedeo Modigliani 
Amedeo Modigliani 
* 12. Juli 1884 in Livorno,
† 24. Januar 1920 in Paris, war ein italienischer Zeichner, Maler und Bildhauer.
Die heutige Bekanntheit beruht vor allem auf seinen Aktgemälden, die zu seiner Zeit als skandalös empfunden wurden und erst später Akzeptanz fanden.

Modiglianis Gesamtwerk umfasst vor allem Gemälde und Zeichnungen. Von 1909 bis 1914 widmete er sich jedoch hauptsächlich der Bildhauerei. Das Hauptmotiv ist der Mensch, sowohl in den Bildern als auch bei den Skulpturen.
 Porträt der Jeanne Hébuterne 1918

 Selbstporträt 1919

Landschaft 1919
*

Pablo Neruda

1904: Pablo Neruda - chilenischer Lyriker und Diplomat
* 12. Juli 1904 in Parral; † 23. September 1973 in Santiago de Chile; eigentlich Neftalí Ricardo Reyes Basoalto
1971 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.

Der Mensch möchte Fisch sein und Vogel, die Schlange hätte gerne Schwingen, 
der Hund ist ein fehlgeleiteter Löwe, der Ingenieur wäre lieber Dichter, 
die Fliege übt den Flug der Schwalbe, der Dichter eifert nach der Fliege, 
nur die Katze will nichts als Katze sein. 

Pablo Neruda.
Wenn du mich vergißt

Ich möcht, daß du
eines weißt.

Du weißt ja, wie das ist:
Betrachte ich
den kristallenen Mond, den roten Zweig
des säumigen Herbstes an meinem Fenster,
berühre ich
beim Feuer
die ungreifbare Asche
oder die runzligen Körper des Holzes,
bringt mich das alles zu dir,
als wäre alles, was da ist,
Düfte, Licht, Metalle,
nichts andres als ein Schwarm kleiner Schiffe,
hinsegelnd zu deinen Inseln, die mich erwarten.

Nun aber,
wenn du allmählich aufhörst, mich zu lieben,
werde ich aufhören, dich zu lieben, allmählich.

Wenn du auf einmal
mich vergißt,
suche nicht nach mir,
denn ich werde dich schon vergessen haben.

Scheint er dir lang und irre lodernd,
der Fahnenwind,
der mein Leben durchweht,
und entscheidest du dich,
mich auszusetzen am Rand
des Herzens, in dem ich verwurzelt bin,
so bedenke,
daß am selben Tag,
zur selben Stunde,
ich die Arme erhebe
und meine Wurzeln sich aufmachen,
einen anderen Boden zu suchen.

Doch wenn du
jeden Tag,
jede Stunde
empfindest, daß du für mich bestimmt bist,
mit unverrückbarer Süße,
wenn jeden Tag
eine Blüte aufsprießt zu deinen Lippen, um mich zu suchen,
ach, meine Liebe, ach, Meine,
so wiederholt sich in mir all dies Feuer,
und nichts erlischt in mir, nichts wird vergessen,
meine Liebe nährt sich von deiner Liebe, Geliebte,
und solange du lebst, wird sie in deinen Armen sein,
ohne die meinen zu verlassen.

Pablo Neruda

Namenstage:
Felix • Nabor • Sigisbert

Bauernsprüch:
Wenn der Kohl gerät, verdirbt das Heu.
Im Juli ruft die Wachtel bei der Ernte übers Feld.



Mo sonniges Grüssle vom Sonnenblümle