Mittwoch, 18. Mai 2011

Kleine Wildblumenkunde : Wegwarte

Die Gemeine oder Gewöhnliche Wegwarte . 

Lateinisch : Cichorium intybus, auch Zichorie genannt, 
ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Sie wächst in Mitteleuropa verbreitet an Wegrändern.


Kulturformen sind Chicorée, Radicchio und die Zichorienwurzel.

Die Gemeine Wegwarte war in Deutschland die „Blume des Jahres“ 2009.


Als Reservekohlenhydrat speichert die Gemeine Wegwarte in den Wurzeln Inulin.
Die Bitterstoffe sind in erster Linie die beiden Sesquiterpenlactone Lactucin und Lactucopikrin.
Weitere Inhaltsstoffe sind Aesculetin, Aesculin, Cichoriin, Umbelliferon, Scopoletin und 6,7-Dihydroxycumarin, sowie weitere Sesquiterpenlactone und deren Glykoside

Diese Pflanzenart wird seit spätestens dem Mittelalter zur Arzneimittelherstellung genutzt.
Sie ist möglicherweise unter dem Namen solsequium eine der Pflanzen aus der Landgüterverordnung Karls des Großen (der Name ist nicht eindeutig und wurde auch für Ringelblume, Löwenzahn und Johanniskraut verwandt).

Paracelsus empfiehlt sie bereits als schweißtreibend, Kneipp bei Magen- Darm- und Lebererkrankungen.
In der Pflanzenheilkunde wird sie zur Stimulierung und zur Heilung von Milz (sie ist eines der wenigen Phytotherapeutika für die Milz), Leber und Galle eingesetzt, wird aber auch zur allgemeinen Reinigung bei Hautkrankheiten und Ekzemen angewendet.

Aus Kampanien und Kalabrien stammt die traditionelle Verwendung der Wildform als Salat
oder Gemüse. Sie wird hier cicoria selvatica („Wildzichorie“) oder
cicoria verde („Grüne Zichorie“) genannt.

Mythen und Sagen:
Vor allem aus dem ausgehenden Mittelalter sind viele Mythen bekannt, die der Wegwarte unglaubliche Zauberkräfte, vor allem im Liebeszauber, zuschreiben. Sie soll den Träger der (nach einem bestimmten Ritus ausgegrabenen) Pflanze im Kampf unbesiegbar und allgemein unverwundbar machen.

Andere Mythen lauten dahingehend, dass eine Wegwarte unter dem Kopfkissen der Jungfrau im Traum den zukünftigen Ehemann erscheinen lässt. Wird die Pflanze am Peterstag mit einem Hirschgeweih ausgegraben, dann kann man einem anderen Aberglauben zufolge jede Person betören, die man damit berührt.

Eine Quelle führt eine alte Sage an, nach der die Blüten der Wegwarte die blauen Augen eines verwandelten Burgfräuleins seien, das am Wege vergeblich auf die Rückkehr ihres Geliebten vom Kreuzzug in das Heilige Land wartet.

Wegwarte ein Pflänzchen das man sich merken sollte.




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Mo sonniges Grüssle vom Sonnenblümle