Montag, 9. Mai 2011

Kalenderblatt

Zitat:

Gewalt ist der Bankrott der Unvernunft.
José Ortega y Gasset,
spanischer Philosoph, Schriftsteller und Soziologe
(* 1883 - † 1955)

Namenstage:
Beatus • Ottokar • Volkmar

Bauernsprüch:
Abendtau und kühl im Mai bringt viel Korn und auch viel Heu.
Wer am Maiabend setzt Bohnen, den wird's lohnen.

Der Dichter und Schriftsteller Friedrich von Schiller, stirbt am 9. Mai 1805 in Weimar.

Johann Christoph Friedrich von Schiller 
* 10. November 1759 in Marbach am Neckar, Württemberg,
† 9. Mai 1805 in Weimar, Sachsen-Weimar,
1802 geadelt, war ein deutschsprachiger Dichter, Philosoph und Historiker.

Er gilt als einer der bedeutendsten deutschen Dramatiker.
Viele seiner Theaterstücke gehören zum Standardrepertoire der deutschsprachigen Theater.
Auch als Lyriker war er erfolgreich:
Seine Gedankenlyrik wurde exemplarisch, seine Balladen zählen zu den beliebtesten deutschen Gedichten.

Schiller gehört mit Wieland, Goethe und Herder zum Viergestirn der Weimarer Klassik, zwei waschechte Schwaben also in diesem Viergestirn.

Friedrich Schiller

Das Spiel des Lebens.

Wollt ihr in meinen Kasten sehn?
Des Lebens Spiel, die Welt im Kleinen,
Gleich soll sie eurem Aug' erscheinen;
Nur müßt ihr nicht zu nahe stehn,
Ihr müßt sie bei der Liebe Kerzen
Und nur bei Amors Fackel sehn.

    Schaut her! Nie wird die Bühne leer:
Dort bringen sie das Kind getragen,
Der Knabe hüpft, der Jüngling stürmt einher,
Es kämpft der Mann, und Alles will er wagen.

    Ein Jeglicher versucht sein Glück,
Doch schmal nur ist die Bahn zum Rennen;
Der Wagen rollt, die Achsen brennen,
Der Held dringt kühn voran, der Schwächling bleibt zurück,
Der Stolze fällt mit lächerlichem Falle,
Der Kluge überholt sie alle.

    Die Frauen seht ihr an den Schranken stehn,
Mit holdem Blick, mit schönen Händen
Den Dank dem Sieger auszuspenden.

Friedrich Schiller

An den Frühling.

Willkommen, schöner Jüngling!
    Du Wonne der Natur!
Mit deinem Blumenkörbchen
    Willkommen auf der Flur!

Ei! ei! da bist ja wieder!
    Und bist so lieb und schön!
Und freun wir uns so herzlich,
    Entgegen dir zu gehn.

Denkst auch noch an mein Mädchen?
    Ei, Lieber, denke doch!
Dort liebte mich das Mädchen,
    Und 's Mädchen liebt mich noch!

Fürs Mädchen manches Blümchen
    Erbat ich mir von dir –
Ich komm' und bitte wieder,
    Und du? – du gibst es mir?

Willkommen, schöner Jüngling!
    Du Wonne der Natur!
Mit deinem Blumenkörbchen
    Willkommen auf der Flur!


Mo sonniges Grüssle vom Sonnenblümle