Sonntag, 1. Mai 2011

Kalenderblatt

Mai - 1. Mai,
Bezeichnungen für den Mai :

früher: Bleuet, Blühmond, Blumenmond, Winnemond, Wonnemond, Wonnemonat
Lat. Nom.: Maius / Majus
Lat. Gen.: Maii / Maji
Maij, May

Hinweis: Streng genommen endet der lateinische Monatsname auf ‚-ii‘. Ein ‚i‘ am Wortende kann weit nach unten gezogen sein, wodurch es teilweise zur Schreibung ‚-ij‘ kam, aus welcher wieder ‚-y‘ gelesen wurde.

Der Monat Mai 
im Chronograph von 354 des spätantiken Kalligraphen Filocalus.

Für den Wonnemonat Mai insgesamt, sowie für einzelne Tage des Monats erdachte der Volksmund einer überwiegend agrarwirtschaftlich geprägten Gesellschaft eine Vielzahl von Bauernreglen, die häufig kurz- bis mittelfristige Wetterprognosen für den nachfolgenden Zeitraum erstellen.

    Donner und Fröste im Wonnemond, Müh' und Arbeit wenig lohnt.
    Ist der Mai recht heiß und trocken, kriegt der Bauer kleine Brocken.
    Ist der Mai kühl und nass, füllt's dem Bauern Scheun' und Fass.
    Wenn im Mai die Wichteln schlagen, läuten sie von Regentagen.
    Regen im Mai bringt fürs ganze Jahr Brot und Heu.
    Gewitter im Mai bringen Früchte herbei.
    Ein Bienenschwarm im Mai ist wert ein Fuder Heu.
    Mairegen bringt Segen.
    Ein kühler Mai wird hochgeacht', hat stets ein gutes Jahr gebracht.
   
Mai, Leandro Bassano

Im katholischen Kirchenjahr ist der Mai besonders der Verehrung der Maria gewidmet (Maiandachten), weshalb er in diesem Umfeld auch als Marienmond bezeichnet wird. Der Mai beginnt mit demselben Wochentag wie der Januar des Folgejahres, aber kein anderer Monat desselben Jahres beginnt mit demselben Wochentag wie der Mai.
1. Mai internationaler Feiertag.

Der erste Mai ist der internationale Feiertag (in Deutschland: gesetzlicher Feiertag) der Arbeiterbewegung.

Am zweiten Sonntag im Mai ist in deutschsprachigen Ländern Muttertag.

Karl der Große führte im 8. Jahrhundert den Namen Wonnemond ein (eigentlich althochdeutsch "wunnimanot" = Weidemonat), der darauf hinweist, dass man in diesem Monat das Vieh wieder auf die Weide treiben konnte. Mit "Wonne" im heutigen Begriffszusammenhang hat der alte Monatsname also eigentlich nichts zu tun. Die Bezeichnung Blumenmond hat der Mai wegen der Hauptblütezeit der meisten Pflanzen erhalten.

Nach alter Überlieferung darf man sich der zunehmenden Wärme erst nach den so genannten Eisheiligen vom 11. Mai bis zum 15. Mai sicher sein. Etwa seit dem 13. Jahrhundert wird der Mai in Europa mit Maifeiern, -umgängen und -ritten gefeiert, in vielen Gegenden Deutschlands und Österreichs ist das Aufstellen oft imposanter Maibäume gewachsenes Brauchtum, länger schon existierten Feste wie Pfingsten, Beltane oder Walpurgisnacht.
Maibaum auf dem Münchner Viktualienmarkt
Weißer Sonntag:
Der 1. Sonntag nach Ostern, nach den lateinischen Anfangsworten des Introitus auch Quasimodogeniti genannt. Der Name geht auf die altkirchliche Sitte zurück, daß alle in der Osternacht Getauften bis zu diesem Tag in weißen Kleidern gingen. Heute als Tag für Erstkommunionsfeiern bevorzugt.

Weltlachtag:
Lachen, was das Zwerchfell hergibt - so heißt es zum Weltlachtag, der auch in Deutschland begangen wird.
Die Idee zum Weltlachtag kommt aus Indien. Bereits 1995 gründete der Arzt Dr. Madan Kataria den 1.Lachclub in Bombay und organisierte 1998 den ersten Weltlachtag

Namenstage:
Arnold • Berta • Evermar • Jeremias • Markulf

Bauernsprüch:
Warmer und trockener Mai, hört an, hat manchmal schon sehr gut getan.
Grünt die Eiche vor der Esche, gibt's im Sommer große Wäsche.
Treibt die Esche vor der Eiche, bringt der Sommer große Bleiche.


Mo Einen schönen 1. Mai und sonnige  Grüsse vom Sonnenblümle !  :-)