Samstag, 14. Mai 2011

Jetzt ist es Zeit: Waldmeister


Der Waldmeister 
Lateinisch: Galium odoratum, unter anderem auch Waldmeier, Mösch(en), Mäserich, Gliedkraut, Gliedegenge, Mai(en)kraut, Zehrkraut, Herz(ens)freu(n)d oder Schumarkel genannt, ist eine Pflanzenart der Gattung der Labkräuter (Galium) mit quirlig stehenden, schmalen Blättern, unterirdisch kriechendem Wurzelstock, weißen Blüten und borstigen Früchten.
Die Pflanze enthält Cumarin und wird für Waldmeisterbowle verwendet.

Waldmeister ist eine Würzpflanze und wird etwa zur Herstellung von Waldmeisterbowle (z. B. Maibowle[3]) verwendet. Auch Berliner Weiße wird gerne mit Waldmeistersirup verfeinert.
Er wird auch als Mottenmittel, als Volksarzneipflanze und in der Homöopathie eingesetzt.

Waldmeister

Waldmeister wirkt gefäßerweiternd, entzündungshemmend und krampflösend.
Die Droge, das vor der Blüte gesammelte und getrocknete Kraut, heißt herba Asperulae odoratae
oder Galii odoratae herba.

Das typische Aroma verdankt der Waldmeister dem Cumarin. Der künstliche Geschmack nach Waldmeister, der vielen Lebensmitteln beigemengt ist, wird von 6-Methylcumarin erzeugt.

Waldmeister soll als Mittel gegen dämonische Kräfte verwendet worden sein. In Posen wurde Kühen, die nicht fressen wollten, Waldmeister mit etwas Salz gegeben. Hexen ließen sich angeblich durch eine Mischung von Waldmeister, Johanniskraut und Härtz Bilgen vertreiben.

Maibowle - Foto: Welt.de

Eine Maibowle ansetzen.
auch: Waldmeisterbowle, Maiwein oder Maitrank;
ist eine Bowle, die mit dem typischen, intensiven Aroma des Waldmeisters versetzt wird.

Das Aroma stammt von dem Inhaltsstoff Cumarin und entwickelt sich besonders bei welkenden oder trockenen Blättern. Cumarin liegt im Waldmeister eigentlich als Cumaringlykosid vor und erst beim Trocknen wird das aromatisch duftende Cumarin abgespalten. Meist wird der Waldmeister vor der Blüte gesammelt, da der Cumaringehalt des Waldmeisters dann niedriger als später ist.

Es wird empfohlen, nicht mehr als drei bis fünf Gramm Waldmeister pro Liter Bowle zu verwenden, d
a das schwachgiftige Cumarin ansonsten zu Kopfschmerzen führen kann.

Vor dem Ansetzen der Bowle werden die Pflanzen für eine halbe Stunde ins Tiefkühlfach gelegt oder so lange liegengelassen, bis sie leicht angewelkt sind.
Die Blätter der zusammengebundenen Pflanzen werden dann in trockenen Weißwein gehängt.
Die Stängelenden sollten nicht in den Wein tauchen, da sonst neben dem Aroma auch unerwünschte Bitterstoffe freigesetzt werden könnten.

Nach 30 Minuten wird der Waldmeister herausgenommen, damit die Bowle nicht bitter wird.
Anschließend wird die Bowle mit Weiß- oder Roséwein und Sekt
im Verhältnis 2:1 aufgefüllt, eventuell gezuckert und bei Bedarf mit Eis gekühlt.
Statt Sekt kann auch Mineralwasser benutzt werden.

Die erste Erwähnung des Maiweins erfolgte durch den Benediktinermönch Wandalbertus aus dem Kloster Prüm im Jahre 854.
Der Maiwein wurde als medizinisches Getränk zur Stärkung von Herz und Leber im Kloster ausgeschenkt.

Von der Maibowle gibt es zahlreiche regionale Varianten, die oft nach „alten Familienrezepten“ angesetzt werden.

Deutsche Gesellschaft für Ernährung

Giftpflanzen


Mo sonniges Grüssle vom Sonnenblümle