Samstag, 28. Mai 2011

Gedichte :

Wo holt sich die Erde die himmlischen Kleider?
Beim Wettermacher, beim Wolkenschneider.
Sie braucht keine edlen Samte und Seiden.
Sie nimmt was sie hat und trägt froh und bescheiden
Das Regenschwere, das Flockenleichte,
das Schattenschockige, das Sonnengebleichte,
das Mondgewobene, das Sternenbestickte,
das Windzerrissene, das Laubgeflickte,
das Gockelrote, das Igelgraue,
das Ährengelbe, das Pflaumenblaue,
das Gräserkühle, das Nesselheiße,
das Haselnussbraune, das Schwanenweiße,
und schleudert die Jahre hinauf und hinunter,
je schlichter, je lieber, je schöner, je bunter.

Christine Busta

Mo sonniges Grüssle vom Sonnenblümle