Sonntag, 15. Mai 2011

Bauernregeln und Sprichwörter zu den Eisheiligen..

Bauernregeln und Sprichwörter :
Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Bauernregeln und Sprichwörter entwickelt, die auf die Eisheiligen Bezug nehmen:

    Pankraz, Servaz, Bonifaz
    machen erst dem Sommer Platz.

    Vor Bonifaz kein Sommer,
    nach der Sophie kein Frost.

    Vor Nachtfrost du nie sicher bist,
    bis Sophie vorüber ist.

    Servaz muss vorüber sein,
    will man vor Nachtfrost sicher sein.

    Pankrazi, Servazi und Bonifazi, sind drei frostige Bazi.
    Und zum Schluss fehlt nie, die Kalte Sophie.

    Pankraz und Servaz sind zwei böse Brüder,
    was der Frühling gebracht, zerstören sie wieder.

    Pflanze nie vor der Kalten Sophie.

    Mamerz hat ein kaltes Herz.

    Die kalte Sophie macht alles hie.

    Mamertius, Pankratius, Servatius bringen oft Kälte und Verdruss.
   
Die Eisheiligen:

    Mamertus – 11. Mai
    Pankratius – 12. Mai
    Servatius – 13. Mai
    Bonifatius – 14. Mai
    Sophie – 15. Mai

Es handelt sich bei den genannten Wetterheiligen um Bischöfe und Märtyrer aus dem 4. und 5. Jahrhundert.
In Norddeutschland gilt Mamertus (11. Mai) als erster Eisheiliger,
in Süddeutschland dagegen Pankratius (12. Mai), was aus dem allmählichen Vorrücken der Kaltluft von Norden her erklärt werden kann.
Mehr dazu im Bauernregeln.net
Mamertus

(† um 477 in Vienne, Gallien) war Bischof und wird in der katholischen Kirche als Heiliger verehrt. Er führte die Bittprozession vor Himmelfahrt ein.
Der heilige Pankratius
(* um 290 in Phrygien; † um 304 in Rom) ist ein römischer Märtyrer der frühen christlichen Kirche.
Servatius von Tongern
(* vermutlich in Armenien; † 13. Mai 384 in Maastricht), kurz Servatius, ist einer der drei Eisheiligen, der insbesondere am 13. Mai verehrt wird.
Bonifatius von Tarsus
(* wohl in Rom; † um 306 in Tarsus (Türkei)) ist ein römischer, altkirchlicher Märtyrer, der um 306 n. Chr. in Tarsus (Türkei) getötet wurde.
Sophia von Rom
ist eine christliche Märtyrerin des 3. Jahrhunderts, die um 304 während der Diokletianischen Christenverfolgung das Martyrium erlitt.

Die Wetterheiligen oder Eisheiligen also.
Ein Wetterheiliger ist ein, zumeist christlicher, Heiliger, dem volkstümlich spezielle Möglichkeiten der Beeinflussung des Wetters zugeschrieben werden.

Beispiele aus dem Christentum sind St. Petrus, St. Donatius, St. Medardus, oder auch St. Georg und die Eisheiligen.

Teils wird in der Ethnologie vermutet, dass auch ehemals heidnische Wettergötter wie Donar in Form von Heiligen weiterverehrt wurden, bzw. ihre Eigenschaften auf diese übergingen.
In manchen Teilen der Welt ist dies auch noch heute der Fall:
So wird in Mexiko, in dem von den Spaniern christianisierte Reich der ehemaligen Azteken in einigen Gegenden noch der Regengott Chac/Tlaloc neben christlichen Heiligen verehrt. ..


Ein kleines Spiel zur kalten Sophie:
Es gibt nicht nur "Angry Birds" - Das etwas ältere Kuhspiel :)   ...


http://www.bauernregeln.net/kuhspiel.html

Mo sonniges Grüssle vom Sonnenblümle  :)