Sonntag, 17. April 2011

Palmsonntags Bräuche in Deutschland


Da in Deutschland ja keine echten Palmen zur Verfügung stehen und der Palmsonntag am Beginn des Frühjahres liegt, hat sich der Brauch eingebürgert, die Zweige der ersten frühlingshaften Regung der Natur als Palmenersatz zu verwenden.

So verwendet man stattdessen Buchsbaum, Wacholder, Hasel- u. Salweide ("Palmkätzchen"), Thuja, Tannengrün, Stechpalme (auch Palmdistel genannt) oder Seidelbast (Daphne).

Es sind alles Pflanzen, die nach altem Glauben schon seit der Antike vor allem Bösen und Schädlichen bewahren sollen; deshalb werden sie nach dem Gottesdienst wieder mit nach Hause genommen, damit sie dort das Unglück vom Haus fernhalten.

In manchen Gegenden verwendet man als "richtigen" Palmbusch immer dreierlei vom Gleichen: drei Buchszweige, drei blühende Palmkätzchen, drei  Stechpalmenzweige, drei lange, blühende Haselruten, drei Zweige Immergrün, drei Wacholderzweige, drei Eichenzweige mit dem roten Laub vom Vorjahr.

Die einfachsten "Palmstecken", "Palmwischen", "Palmwedel" bestehen aus einem Stab, an dessen Spitze ein Zweig der traditionellen Pflanzen, vielleicht geschmückt mit einem bunten, ausgeblasenem Ei, bunten Papierbändern oder auch ein rotbackiger Apfel gebunden werden.

Der alte Brauch des Reisigschneidens, das für das Osterfeuer verwendet wird, ist auch heute vielerorts wieder lebendig. Früher jedoch wurde das Reisig auch noch zum Zweck des Besenbindens geschnitten.

Aus der Gartenliteratur.
Palmstock

Mo sonniges Grüssle vom Sonnenblümle