Freitag, 1. April 2011

Der 1. April...

Der erste April

Wie wir als Knaben uns doch neckten!
Wie wir voll Schelmenstücke steckten!
Ich mach´s noch heute nicht bekannt,
Wonach ich einstmals ward gesandt,
Ich schweige still,
Sonst hört'  ich heute noch: April, April!
Man schickt den dummen Narren wie man will.

Nach ungebrannter Asche gingen,
Nach Mückenfett und selteneren Dingen
wir ernsthaft in des Krämers Haus,
Der warf uns dann zur Tür hinaus.
Schwieg still, schweig still!
Sonst ruft man heute noch: April, April!
Man schickt den dummen Narren wie man will.

Wie wir´s gemacht als kleine Kinder,
So macht´s ein König auch nicht minder:
Er schickt sein Volk nach Freiheit aus,
Es kehret wiederum nach Haus
Ganz still, ganz still.
Die Nachbarn rufen laut: April, April!
Man schickt den dummen Narren wie man will.

Hoffmann von Fallersleben, 1843




Namenstage:
Agape • Cäsarius • Hugo • Irene

Bauernsprüch:
Ist der grüne Donnerstag weiß, wird gewiß der Sommer heiß.
Ist der April noch so gut, er schneit uns gerne auf den Hut.
Der launische April macht was er will.

 April
von Leandro Bassano
eigentlich: Leandro da Ponte, genannt Leandro Bassano, 
1557 Bassano - 1622 Venedig

Kalenderblatt:
Der April ist der vierte Monat des Jahres im Gregorianischen Kalender.
Er hat 30 Tage und beginnt mit demselben Wochentag wie der Juli und in Schaltjahren auch wie der Januar.  Im römischen Kalender war der Aprilis ursprünglich der zweite Monat.


Der Name April:
Der Name bezieht sich möglicherweise auf die sich öffnenden Knospen im Frühling und wäre dann vom Lateinischen aperire („öffnen“) herzuleiten. Eine andere Etymologie sieht apricus („sonnig“) als Ursprung des Wortes.
Der alte deutsche Name, der durch Karl den Großen im 8. Jahrhundert eingeführt wurde, ist Ostermond, weil Ostern meist im April liegt. Andere, heute kaum mehr gebräuchliche Bezeichnungen sind Wandelmonat, Grasmond oder auch Launing.
Der Sage nach wurde Luzifer am 1. April aus dem Himmel verstoßen.

Seit dem 16. Jahrhundert ist in Europa der Brauch belegt,
am 1. April einen Aprilscherz zu begehen, indem man seine Mitmenschen mit einem mehr oder weniger derben Scherz oder einer Lügengeschichte „in den April schickt“.
Daher stammen auch die folgenden beiden Sprichwörter:

„Am 1. April schickt man den Narren, wohin man will.“

„Im April, da macht jeder, was er will.“

Aprilwetter: 
steht bildlich für wechselhaftes Wetter, auch wenn es in anderen Monaten stattfindet:

„April, April – der macht, was er will“ – Alte aufs Wetter bezogene Bauernweisheit

Bezeichnungen für den April:
früher: Launing, Grasmond, Ostermond, Ostermonat
Lateinisch: Aprilis

Für den Monat April insgesamt, sowie für einzelne Tage des Monats erdachte der Volksmund einer überwiegend agrarwirtschaftlich geprägten Gesellschaft eine Vielzahl von Bauernreglen, die häufig kurz- bis mittelfristige Wetterprognosen für den nachfolgenden Zeitraum erstellen:

    Der April tut, was er will.
    Wenn der April bläst in sein Horn, so steht es gut um Heu und Korn.
    Wenn der April Spektakel macht, gibt’s Korn und Heu in voller Pracht.
    Je eher im April der Schlehdorn blüht, je früher der Bauer zur Ernte zieht.
    Heller Mondschein im April schadet den Blüten nicht.
    Aprilschnee ist der Grasbrüter.
    Blüht die Esche vor der Eiche, gibt es eine große Bleiche (= trockener Sommer),
    blüht die Eiche vor der Esche gibt es eine große Wäsche (= verregneter Sommer).
 *
 Im April 
laufen die 1. glücklichen Hühner durch unsere Gärten und legen Eier für den Osterhasen..

 glückliche Hühner,
 im April blühen schon die 1. Heckenrosen,
 ab dem 1. April stehen überall schon die Kühe auf den weiden und den Almen,
 und jede glückliche Kuh macht dazu ganz laut Muuuuuuuuuuuuuuuuuuuh :)

Q:T: Kalenderblätter/WWW.

Mo sonniges Grüssle vom Sonnenblümle