Sonntag, 20. März 2011

Friedrich Hölderlin

Friedrich Hölderlin
Johann Christian Friedrich Hölderlin
* 20. März 1770 in Lauffen am Neckar;
† 7. Juni 1843 in Tübingen,
zählt zu den bedeutendsten deutschen Lyrikern.
Sein Werk nimmt in der deutschen Literatur um 1800 eine selbständige Stellung neben Weimarer Klassik und Romantik ein.

Friedrich Hölderlin - Gedichte


Foto  © Monika Kreinbucher - Fritz.

An eine Rose
Ewig trägt im Mutterschoße
Süße Königin der Flur,
Dich und mich die stille, große,
Allbelebende Natur;
Röschen, unser Schmuck veraltet,
Stürm' entblättern dich und mich,
Doch der ewge Keim entfaltet
Bald zu neuer Blüte sich!

Friedrich Hölderlin

 Der Frühling

Wenn auf Gefilden neues Entzücken keimt
Und sich die Ansicht wieder verschönt und sich
An Bergen, wo die Bäume grünen,
Hellere Lüfte, Gewölke zeigen,

O! welche Freude haben die Menschen! froh
Gehn an Gestaden Einsame, Ruh und Lust
Und Wonne der Gesundheit blühet,
Freundliches Lachen ist auch nicht ferne.

Friedrich Hölderlin
Aus der Sammlung Gedichte 1806–1843

Mo sonniges Grüssle vom Sonnenblümle