Mittwoch, 29. Dezember 2010

Schnee oder Christrose ..

Helleborus niger.
 
Die Schneerose oder Christrose
Lateinisch : Helleborus niger, ist eine Pflanzenart der Gattung Nieswurz (Helleborus) in der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae).

Diese Art und ihre Sorten mit den auffallend großen, weißen Blüten ist vor allem durch frühe Blütezeit und auch durch die Verwendung als Gartenzierpflanze bekannt.

Die Schneerose ist nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt und nach der Roten Liste Deutschland als gefährdet eingestuft. Gefährdungsfaktoren sind vor allem Ausgraben und Sammeln der Pflanze.

In Österreich ist sie im Bereich der Westalpen und im Gebiet der böhmischen Masse gefährdet. In Oberösterreich gilt die Schneerose nach Oö. NSchG 2001 als teilweise geschützte Pflanze.



Schneerose - 
Helleborus niger am wilden Kaiser Gebirge - Tirol, Österreich.




Das lateinische Artepitheton niger bezieht sich auf das schwarze Rhizom dieser Pflanzenart. Der Name Schwarze Nieswurz verweist sowohl auf das schwarze Rhizom als auch auf die Verwendung als Niespulver.

Der volkstümliche Name
»Schneerose« bezieht sich auf die extrem frühe Blütezeit, »Christrose« hingegen auf die Tradition, sie so zu kultivieren, dass sich die Blüten zu Weihnachten entfalten.

In Österreich wird die Schneerose auch als Schneebleamal (Schneeblume),
Märzenkaibl und Krätzenblum bezeichnet.
Andere regionale Bezeichnungen sind Brandwurzel, Feuerwurzel, Frangenkraut, Gillwurz, Weihnachtsrose, Winterrose.
 Blüten vor dem Aufgehen in einem zarten Rosenrot.
 
Die Schneerose ist aufgrund ihrer frühen Blühzeit und ihrer auffälligen weißen Blüten schon im 16. Jahrhundert in den mitteleuropäischen Gärten zu finden gewesen. Konrad Gessner beschrieb bereits 1561 eine rosablütige Form. Die frühe Einführung ist auch darauf zurückzuführen, dass diese Pflanze in der Pflanzenheilkunde genutzt wurde. Besonders im 19. Jahrhundert entstanden zunehmend auch Zuchtsorten, die größere Blüten und einen reichlicheren Blütenansatz als die Wildart aufwiesen. Bunte Sorten entstanden durch Einkreuzung der in der Türkei beheimateten Orientalischen Nieswurz.

Es sind auch Sorten mit gesprenkelten und gepunkteten Blütenblättern bekannt. Eine prächtige Wirkung haben sie in Gruppen, da sich ihr Laub und ihre Blüten dann gut vom winterlichen Garten abheben.

Die Schneerose galt wegen ihrer Blüte zum Christfest als heilig. Man schrieb ihr besondere Kräfte zu, etwa um böse Geister auszutreiben oder die Pest zu heilen. Schweinen wurden gegen die Schweinepest Blüten ins Ohr gesteckt.[1]

 auch eine Christrose, Zuchtform.

[1] Ruprecht Düll und Herfried Kutzelnigg:
Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands. 2005, ISBN 3-494-01397-7

 
Mo sonniges Grüssle vom Sonnenblümle