Mittwoch, 8. Dezember 2010

Echter Schwarzkümmel | Gewürzpflanze | Ölpflanze

 Der Echte Schwarzkümmel
Lateinisch: Nigella sativa, oft nur Schwarzkümmel genannt, ist eine Pflanzenart der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae).

Er ist also nicht mit Kümmel und Kreuzkümmel verwandt.

Der Schwarzkümmel ist in Südeuropa, Westasien, Indien und Nordafrika beheimatet. Eine verwandte Art, der Acker-Schwarzkümmel (Nigella arvensis), war auch ein Wildkraut auf den Feldern in Deutschland.
Aufgrund der Flurbereinigung und Industrialisierung in der Landwirtschaft gehört
er u.a. in Nordrhein-Westfalen zur Liste der ausgestorbenen Pflanzen. !

Bereits seit mehr als 2.000 Jahren wird Schwarzkümmel im Orient als pfefferartiges Gewürz und Medizin verwendet.

Schwarzkümmelsamen
Geschmacklich erinnert Schwarzkümmel leicht an Sesam mit einer leichten Kreuzkümmelnote.
Auch heute noch streut man die schwarzen Samen, die im asiatischen Raum auch als "black onion seed" ("schwarzer Zwiebelsamen") bezeichnet werden, ähnlich wie Sesam auf Fladenbrot.

Im deutschen Handel ist er oft unter der Panjabi-Bezeichnung Kalonji erhältlich.

Schwarzkümmelöl / Schwarzkümmeltee :
Reines Schwarzkümmelöl wird in der Naturheilkunde und vermehrt auch in der Schulmedizin als Heilmittel vor allem zur Linderung von Allergien, Neurodermitis, Psoriasis (Schuppenflechte), zur Regulierung des Immunsystems, gegen Asthma, in Begleitung von Chemotherapien zur Milderung der Nebenwirkungen, bei Verdauungsproblemen, Bluthochdruck sowie in der Tiermedizin verwendet.

In der indischen Heilkunde gilt es als bevorzugtes Mittel zu Linderung von Schwangerschaftsbeschwerden. Es wird in Flaschen abgefüllt oder verkapselt.
Die Kapseln lassen sich besser dosieren und sind länger haltbar. Schwarzkümmelöl ist in Apotheken und Reformhäusern erhältlich. Allerdings sind in europäischen Apotheken in der Regel nur Schwarzkümmelöle mit geringem Wirkstoffgehalt vorrätig (Mischöle).

Beste Qualität hat das kaltgepresste Öl aus ägyptischen Schwarzkümmelsamen, die im trocken-heißen Klima Oberägyptens auf sandigen Böden gereift sind (Al-Baraka-Qualität); und auch in Österreich, speziell im Marchfeld (Wittau, Niederösterreich), wird Schwarzkümmel erfolgreich angebaut, geerntet und daraus kaltgepresstes Schwarzkümmelöl hergestellt.

Wirkungsnachweise in anerkannten klinischen Studien stehen noch aus.

Schwarzkümmeltee:
Ein selbst zubereiteter Tee aus Schwarzkümmel-Samen unterstützt zusätzlich die Wirkung des eingenommenen Öls. Hierzu können die Samen entweder in einem Mörser zerdrückt oder auch in einer Kaffee- oder Nussmühle gemahlen werden.
Einen Teelöffel der gemahlenen Samen mit 150 Milliliter kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten bedeckt ziehen lassen und danach abseihen. Als Stärkungsmittel können zwei Tassen täglich getrunken werden.

Schwarzkümmelblüte.


Beim Islam heißt es : „Schwarzkümmel heilt jede Krankheit – außer den Tod“

Heilpflanzen

Phytodoc

Schwarzkümmel als Gewürz Uni Graz


Mo sonniges Grüssle vom Sonnenblümle