Dienstag, 7. Dezember 2010

Aus dem Kräuternetz - Thüringen: Rosenwurz ?

 Hauptkultur sei die Kamille mit bis zu 1.000 Hektar, gefolgt von der Pfefferminze mit 200 Hektar. Aber auch Schafgarbe, Baldrian und Zitronenmelisse, Fenchel, Dill und Salbei sowie Tollkirsche und Rosenwurz werden in Thüringen geerntet.

In anderen Regionen fast in Vergessenheit geratene Kulturen wie der blaublühende Öllein, Senf und Mohn seien in der hiesigen Landwirtschaft ebenfalls etabliert. Insgesamt gedeihen auf Thüringens Äckern mehr als 70 Fruchtarten. Gut 1 Prozent der Fläche - mehr als 6.000 Hektar - entfallen auf Heil-, Duft- und Gewürzpflanzen, alternative Ölpflanzen, Hopfen und andere Nischenkulturen.

Das der Anbau solcher Pflanzen eine lange Tradition hat, zeigten Begriffe wie :
«Drogenkammer Deutschlands» oder «Land der Buckelapotheker».



Der Rosenwurz 
Lateinisch : Rhodiola rosea, ist eine Pflanzenart in der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae).

Rosenwurz


Rosenwurz gedeiht auf feuchten Böden der gesamten Fjellregion bis hoch in die obere alpine Zone auf Höhenlagen von rund 2280 Meter; wächst in Bergschluchten, auf feuchten Klippenabsätzen, auf Feuchtwiesen und Moorböden. Er kommt jedoch auch auf trockenen, sandigen Böden in höheren Gebirgslagen in den arktischen Gebieten von Europa bis Asien vor.

Die sukkulente mehrjährige Pflanze erreicht Wuchshöhen zwischen 5 und 35 cm. Die Stängel gehen zu mehreren von dem dicken, knolligen „Wurzelstock“ aus. Die dicken, sukkulenten Laubblätter sind blaugrün. Die Blattreihe vor dem Blütenstand ist ganzrandig oder leicht gezähnt.

Sie sind zweihäusig getrenntgeschlechtlich (diözisch), es gibt also männliche und weibliche Pflanzen. Die gelben, im Verblühen rot-orange, Blüten riechen gut.
Blüte

In Sibirien wird sie „Goldene Wurzel“, Solotoy Koren, genannt, denn der Wurzelextrakt soll Erinnerungsvermögen, Konzentration und Aufnahmevermögen steigern. Sie ist eine adaptogene Heilpflanze, und findet weltweit zunehmend medizinische Verwendung sowohl als Tee als auch in Form des Extrakts.

Die Wirkungen werden möglicherweise durch Änderungen des Serotonin- und Dopamin-Niveaus vermittelt aufgrund der Monoamin-Oxidase-Hemmung, der besseren Durchlässigkeit durch die Blut-Hirn-Schranke für deren Vorstufen, seinen Einfluss auf Opioid Peptide wie Beta-Endorphine und einer verminderten Ausschüttung von Stresshormonen.

Zu möglichen Interaktionen liegen keine ausreichenden Daten vor. In einer in vitro Studie wurde gezeigt, dass Rosenwurz CYP3A4 und P-Glykoprotein hemmt. Die Extrakte können also möglicherweise zur relevanten Wechselwirkungen führen. Mehrere unabhängige placebokontrollierte Studien stellten die Wirksamkeit in der Behandlung von Depressionen und Angststörungen bei vergleichsweise geringen Nebenwirkungen fest.
So auch die Wikipedia und zur Anwendung und Wirkung von Rhodiola Rosea  erfahren wir hier etwas!

Rosenwurz, blühend.

Mo sonniges Grüssle vom Sonnenblümle