Dienstag, 30. November 2010

Thymian : der reinste Tausendsassa.

 Thymian Vulgaris - Echter Thymian.
Die Thymiane oder Quendel (Thymus) (von altgriechisch thýmos) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae). Einige Arten und ihre Sorten sind Heil- und Gewürzpflanzen, am bekanntesten ist der Echte Thymian (Thymus vulgaris).
Die Gattung Thymus wird in acht Sektionen gegliedert, die zum Teil in Untersektionen unterteilt sind. Insgesamt werden 214 Arten unterschieden.

Verwendung finden Arten der Gattung Thymus als getrocknete oder frische Küchenkräuter, als Quelle von Ätherischen Ölen und Oleoresinen, als Gartenpflanze sowie als Arzneipflanze in der Volksmedizin, Homöopathie und verstärkt auch in der klassischen Medizin. Dabei ist jedoch nur ein kleiner Teil der Arten, nämlich Thymus mastichina, der Sand-Thymian (Thymus serpyllum), der Echte Thymian (Thymus vulgaris) und der Joch-Thymian (Thymus zygis), von kommerzieller Bedeutung. Für die Gewinnung der pharmazeutischen Droge Thymian (Thymi herba) sind nach dem Europäischem Arzneibuch nur die zwei Arten Thymus vulgaris und Thymus zygis oder eine Mischung beider Arten erlaubt.

Quendel oder echter Thymian.
Der Thymian ist nicht nur eine interessante Gewürzpflanze, sondern auch eine wichtige Heilpflanze im Bereich Husten und Desinfektion.

Die ausdauernde Pflanze wächst Jahr für Jahr tapfer im Kräutergarten und duftet würzig vor sich hin. Im Sommer läßt er kleine zartrosa Blüten sprießen. Bis in den Winter hinein kann man frische Blätter ernten.

Die kleinen Blätter lassen sich ziemlich leicht vom holzigen Stengel rebeln und als Küchengewürz oder Tee verwenden. Povencalische Kochrezepte kann man sich ohne Thymian kaum vorstellen.

Als Heilpflanze ist der Thymian der reinste Tausendsassa. Es gibt kaum ein Einsatzgebiet, wo der Thymian nicht helfen könnte. Seine grösste Stärke liegt jedoch in seiner heilsamen Wirkung auf die Atmungsorgane.

Echter Thymian Blüte.
Doch nicht nur der Geschmack des Thymians ist sehr wichtig. Er hat auch eine gesunde Wirkung auf den menschlichen Körper. Seine verdauungsfördernden Eigenschaften machen fette Speisen besser bekömmlich. Außerdem hat er eine stark antibakterielle Wirkung. Dies stärkt das Immunsystem
 
Nicht zuletzt aus diesem Grund wird er bei Erkältungen gern eingesetzt. Dann empfiehlt es sich, einen Thymiantee zu trinken oder den Thymian zum Inhalieren zu verwenden.

Die heilende Wirkung des Thymians liegt im ätherischen Thymianöl verborgen, dem Thymol. Aus diesem Grund sollte der Thymiantee auch immer zugedeckt ziehen. Somit kann sich das ätherische Öl des Thymians durch die Hitze nicht verflüchtigen und bleibt im Tee enthalten. Erst dadurch kann er seine voll Wirkung entfalten.

Das Thymol gelangt durch das Blut in die Organe. In den Lungen wirkt es desinfizierend und krampflösend und ist dadurch nicht nur bei Erkältungen hilfreich. Auch Asthma und Keuchhusten können gelindert werden.

Thymiantee Zubereitung:

Zur Zubereitung von Thymiantee 
können sowohl getrocknete als auch frische Blätter verwendet werden. 
Für einen Tee aus getrockneten Blättern wird:
ein Teelöffel Blätter
mit einem Viertel Liter kochendem Wasser übergossen.
Werden frische Blätter verwendet,
sollten zwei bis drei Teelöffel Blätter
mit einem Viertel Liter kochendem Wasser aufgegossen werden. 
Der Tee sollte dann ca. fünf bis zehn Minuten zugedeckt ziehen.
Man kann den Tee mit Honig süssen, um die Wirkung noch zu verstärken.

Der Thymiantee kann jedoch nicht nur getrunken werden. 
Bei Rheuma empfiehlt sich der Tee auch als Badezusatz. Selbst zum Inhalieren, zum Reinigen der Haut als Dampfbad oder auch als Waschung kann der Thymiantee eingesetzt werden.

Mo sonniges Grüssle vom Sonnenblümle