Samstag, 27. November 2010

Rettich ..

Der Schwarze Rettich,
genauer Schwarzer Winter-Rettich.
Der Schwarze Winter-Rettich, oder auch nur Schwarzer Rettich, gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Er zählt zu den Herbst- und Winterrettichen wie auch die Sorte 'Münchner Bier', die weiße Rübenhaut bildet, sowie langer Blauer Herbst und Winter und dunkelvioletter Gournay.




In der Küche wird der schwarze Rettich meist geschält (bei noch straffer Haut z. B. mit dem Kartoffelschäler möglich). Die Haut kann aber auch mitgegessen werden, solange sie nicht nach Schimmel riecht.
Gekocht wird er beispielsweise in Kartoffelsuppen verwendet.
Zur Verwendung als Salat wird er geraspelt oder sehr fein geschnitten.
Durch den Kontakt mit der Luft und wohl stärker noch durch das Bestreuen mit Salz oder das Einlegen in Wasser oder Essig, reduziert sich die für viele Rettiche typische Schärfe.
In der japanischen Küche werden mit einem sehr scharfen Messer durch das Drehen in der Hand lange sehr dünne Scheiben geschnitten, die dekorativ drapiert beispielsweise als Beilage zu Sushi gereicht werden.
Da er in diesem Fall nur in kleinen Mengen genossen wird, ist die Schärfe erwünscht und es wird nicht gesalzen.

Rezept
Rohkostsalat von schwarzem Rettich oder schwarzer Rettich eingemacht, geraspelt.
Rettich säubern, grob raspeln,
etwas Steinsalz nach belieben, frisch gemahlener Pfeffer,
mit einem  Becher Sauerrahm
anmachen, ziehen lassen.
Am besten den ganzen Rettich raspeln, kann gut im Kühlschrank in einem geschlossenen Gefäß
einen Tag länger aufbewahrt weden.

Als Medizin:
Zu medizinischen Zwecken wird dem Rettich mit Zucker der Saft entzogen.
Dieser Sirup hat deutlich antioxidative Wirkung.
Der Rettichsaft der schwarzen Sorten ist der am besten wirksame.
Eer ist als Hustenmittel geeignet.


Hier mal ein Rezept für Hustenmittel:

Zutaten
Ein schwarzer Rettich
Zucker oder Kandiszucker
Eine Kanne oder ein Glas
Eine Schraubflasche (ca. 100 ml)

Anleitung
Schneide oben am Rettich eine Scheibe ab
Höhle den Rettich aus. Am besten so, dass nur noch ca. ein Zentimeter Rand stehenbleibt. Den Anfang des Aushöhlens macht man am besten mit einem Messer, dann eignet sich ein scharfrandiger Löffel besser.
Steche ein Loch durch den Rettich bis zur Spitze. Dazu eignet sich ein Schaschlikspiess oder eine Stricknadel. Wenn die Nadel dünn ist, muss man mehrmals stechen und die Nadel im Loch umherbewegen, damit das Loch gross genug wird, um den späteren Sirup hindurch fliessen zu lassen.
Zerschneide die rausgeholten Rettichstücke in möglichst kleine Schnipsel.
Vermische die Rettichschnipsel mit etwa der gleichen Menge Zucker.
Fülle die Zucker-Rettich-Mischung in den ausgehöhlten Rettich. Nur ein Teil wird hineinpassen. Den Rest kann man in einem bedeckten Schüsselchen stehen lassen.
Stelle den Rettich mit der Spitze nach unten auf die Kanne oder das Glas.
Lege die abgeschnittene Scheibe wieder auf den Rettich.
Lass den Rettich stehen.
Nach einer Weile tropfen unten die ersten Siruptropfen aus der Spitze.
Nach ein paar Stunden kann man den Rest der Rettich-Zucker-Mischung hinzugeben, weil durch das Raustropfen des Sirups Platz gewonnen wurde.
Lass den Rettich über Nacht ruhen und tropfen. Am Boden der Kanne sammelt sich in dieser Zeit der Sirup an.
Fülle den Sirup in eine Flasche. Aus einem schwarzen Rettich kann man etwa 100 ml Sirup gewinnen. Durch den hohen Zuckergehalt hält sich der Sirup eine Weile. Jedoch sollte man ihn sobald wie möglich verbrauchen, denn frisch ist er am besten.

Schleimlösend ist auch Thymian besonders als Teeaufguss ganz toll geeignet.
(Aus dem Vegetarier-Bioforum)
Mo sonniges Grüssle vom Sonnenblümle