Sonntag, 28. November 2010

Kalenderblatt

Fest-, Gedenk- und Feiertage -  Beginn des Kichenjahres:
Im Unterschied zum bürgerlichen Jahr ist das Kirchenjahr keine Maßeinheit. Es ist bestimmt durch die Abfolge der kirchlichen Festtage und der Sonntage.

Es beginnt mit dem 1. Advent und endet mit dem Totensonntag oder auch Ewigkeitssonntag. Innerhalb von drei Kirchenjahren soll übrigens das Neue Testament, aus dem während der Sonntagsmessen gepredigt wird, einmal vollständig durchgelesen werden.

Ostern und Weihnachten sind die Schwerpunkte des Kirchenjahres. Mit Ostern sind dabei nicht nur das Osterwochenende und die Karwoche gemeint, sondern auch die vierzigtägige Fastenzeit davor, die Quadragesima, und die anschließende fünfzigtägige Zeit bis Pfingsten. Zum Weihnachtsfest gehören der vorbereitende Advent (ab dem ersten Advent) und der festliche Nachklang bis Heilige Drei Könige am 6. Januar.

Die Wochen zwischen den beiden Festen, also vom 6. Januar bis Aschermittwoch und von Pfingsten bis zum ersten Advent, bezeichnet man als die „allgemeine Kirchenzeit“.

In den Ostkirchen beginnt das Kirchenjahr am 1. September.

Heute ist der 1. Advent:

Advent:
[der; lateinisch, „Ankunft“], Vorbereitungszeit, beginnend am 4. Sonntag vor Weihnachten (zugleich Beginn des Kirchenjahres). Als Beginn des Kirchenjahres wird der 1. Sonntag im Advent seit Mitte des 8. Jahrhunderts gefeiert.

Als weihnachtliche Vorbereitungszeit ist der Advent mit vielen Volksbräuchen durchsetzt, die oft vorchristlichen Ursprungs sind. Das erste sichere Zeugnis für die Begehung einer Adventszeit stammt von Bischof Pepetuus von Tours. Er forderte für die Zeit vom 11. November bis Weihnachten ein dreimaliges Fasten in der Woche.

In den Häusern, Räumen und Kirchen werden Adventskränze mit vier roten Kerzen aufgestellt. In der Zeit gibt es 4 Sonntage, also wird an jedem Sonntag eine Kerze mehr angezündet. Nach christlicher Vorstellung sollen sie ein Signal sein, daß auf die Ankunft Jesu hinweist.

Die vier Adventssonntage haben jeweils ihr Thema:

    * Der 1. Adventsonntag thematisiert die erwartete Wiederkunft Christi am Letzten Tag.
    * Am 2. und 3. Adventssonntag steht Johannes, der Täufer, im Mittelpunkt.
    * Der 4. Adventsonntag ist in der katholischen Kirche Maria, der Mutter Gottes, gewidmet, in den protestantischen Kirchen thematisiert er allgemeiner die nahende Freude der Geburt Christi.

Im 5. Jahrhundert wurde um Ravenna erstmals ansatzweise die Vorbereitung auf Christi Geburt gefeiert. In Rom hielt eine Adventsliturgie erst im 6. Jahrhundert Einzug, als von Papst Gregor dem Großen (604 n. Chr.) die Adventsliturgie in ihren Grundzügen festgelegt wurde. Er setzt erstmals die Zahl der vier Adventsonntage fest. Die vier Wochen sollen symbolisch auf die 4000 Jahre hinweisen, die die Menschheit nach kirchlicher Rechnung auf die Ankunft des Erlösers warten mußte.

Die Adventszeit setzte sich nur langsam durch, obwohl im 13. Jahrhundert die röm. Litugie durch den Franziskanerorden sehr verbreitet wurde. Noch heute feiern z.B. die Mailänder eine sechswöchige Adventzeit. Durch die Übernahme gallischen Brauchtums war die Adventszeit zur Buß und Fastenzeit geworden. Papst Pius V. schrieb dann endgültig die römische Adventsliturgie für die gesamte Kirche nieder, Mailand ausgenommen.

Aus dem Kalenderlexikon und Wikipedia.

Lied im Advent

Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
dass er leuchte uns so sehr
durch die dunklen Stunden.

Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
und so leuchten auch wir,
und so leuchtet das Zimmer.

Und so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen.
Und der in Händen sie hält,
weiß um den Segen!

Matthias Claudius (1740-1815)


Mo sonniges Grüssle vom Sonnenblümle