Montag, 22. November 2010

Die Mondsichel

Gestern war Vollmond und bald wird er wieder zur Sichel wie Max Dauthendey dies in seinem Gedicht beschreibt:
Mondsichel und die deutlich sichtbare Venus

Die Mondsichel

Wie ein zartes golden geschmücktes Ohr
Schiebt sich die Mondsichel hell hervor.
Geht durch die Bäume den Waldweg entlang,
Erlauscht alle Sehnsucht auf ihrem Gang.
Bleibt hinter den Blättern als Horcher stehen,
Muß jedem, der kommt, zur Seite gehen.
Sie gleitet nach dir von Baum zu Baum,
Sie horcht dich aus und folgt dir ins Haus
Und lauscht noch an deines Bettuchs Saum.

Max Dauthendey
1867-1918

Mo sonniges Grüssle vom Sonnenblümle