Freitag, 29. Oktober 2010

Ortolan oder Beethovenvogel - Gartenammer

Der zimtfarbene Ortolan.

Der Ortolan, auch Gartenammer genannt, liebt vom Menschen geprägte offene Gebiete wie trocken-warme Äcker, Heidelandschaften, Weinberge und Obstgärten. Sein faszinierender Gesang gehörte früher zum typischen Klangbild solcher Kulturlandschaften.

Er soll Ludwig van Beethoven zum Auftakt seiner Fünften Symphonie inspiriert haben (»di-di-di-dah, di-di-di-dah«).

Die Vogelstimme des Männchens



Ortolane
 Monokulturen machen den Lebensraum des Vogels kaputt.

Nicht nur das:
Dummerweise schätzen auch Feinschmecker den Ortolan, besonders französische Gourmets. Obwohl offiziell geschützt, werden Ortolane jetzt, Anfang September, auf ihrem Zug nach Afrika zu Tausenden in Fallen gelockt. Und anschließend gemästet. Als ortolans engraissés (»Fettammern«) röstet man sie dann, etwa in Armagnac-getränktem Speck eingewickelt.

die Behörden duldeten still, dass über 1200 Wilderer jährlich etwa 30.000 bis 50.000 Ortolane fangen.
Das Millionengeschäft – eine Fettammer koste 100 bis 150 Euro – müsse aufhören.
So ein Artikel der Zeit.

Mo sonniges Grüssle vom Sonnenblümle