Mittwoch, 15. September 2010

Holunder


Holunder

So grundgeheim wie jedem offen,
Wird er im Unbewohnten nicht getroffen.
Mit der betrübten Schar der Menschen teilt er seine Zeit,
Aus ihrem Kummer saugt er Heiterkeit.
Abwässer tränken ihn, ihn nähren Exkremente,
Als wenn er am Verworfenen entbrennte.
Auf schwanken Tisch setzt er sein Duftgericht in hellen Tellern;
Wer braucht den Schatz, den niemand sucht, zu kellern?
Durch seine Glieder zieht ein weißes Mark,
Nicht schwerer als die Luft, doch stark
Wie leichter Sinn, der niemals trumpft.
Verlierst du ihn , die Erde schrumpft.
Mann ist der Holder, Frau zugleich,
Aus harter Wurzel springt er weich.
Zu seinen Füßen ruhte Käthchen von Heilbronn.
Er weiß es noch. Er träumt davon.

Wilhelm Lehmann

Zeit für "Gsälz - Marmeladenzeit : Holunder - Birnen - Marmelade

1 kg      Birnen
1 kg     Holunderbeeren (ohne Stiele)
¾ kg     Zucker
2 Beutel Gelfix
etwas Wasser

Die Holunderbeeren mit etwas Wasser kochen. Nicht zuviel Wasser, sie sollen nur nicht trocken im Topf liegen. Wenn sie weich sind, durch den feinen Einsatz der Flotten Lotte drehen und den Saft in einen Topf geben und die geschälten und in Stücke geschnittenen Birnen dazu geben. Sind die Birnen etwas weich gekocht, werden sie mit dem Pürierstab püriert oder durch die Flotte Lotte gedreht.
Den Zucker einrühren und aufkochen lassen, das Gelfix einrühren und sobald die Gelierprobe gelingt, die Marmelade in Twist-off-Gläser füllen, sofort verschließen und für fünf Minuten auf den Kopf stellen.
Mo sonniges Grüssle vom Sonnenblümle