Samstag, 1. Mai 2010

Augentrost

Augentrost
Lateinisch: Euphrasia, ist eine Pflanzengattung in der Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae). Der botanische Name kommt vom griechischen, Euphrasía bedeutet – Freude, Frohsinn.

In der Hauptsache findet Augentrost in der Alternativmedizin äußerliche Anwendung bei Entzündungen der Augen oder bei Augenschwäche, was vermutlich auf die Ähnlichkeit der Blattzeichnung mit einem Auge zurückgeht (Signaturenlehre).

Aber auch innerlich wird er als Tee verwendet, und zwar als angeblich lösendes und linderndes Mittel bei Husten und Halsschmerzen. Es gibt keine Studien, die irgendeine Wirksamkeit für diese Indikationen belegen könnten.

Verwendet werden die zur Blütezeit gesammelten und getrockneten oberirdischen Pflanzenteile. Über die Wirksamkeit liegen keine Untersuchungen vor, möglicherweise besitzen die im Kraut enthaltenen Phenolcarbonsäuren eine wachstumshemmende Wirkung auf Mikroorganismen.

Der Augentrost ist die klassische Heilpflanze für Probleme mit den Augen, die auch schon von unseren Vorfahren für diesen Zweck eingesetzt wurde. Nicht nur für die Augen, auch für Schnupfen, sogar bei Heuschnupfen und Krankheiten des Verdauungssystems ist der Augentrost sehr hilfreich.

Es gibt viele Arten des Augentrostes und alle haben eine ähnliche Heilwirkung.
Wie der deutsche Name vermuten lässt, wird Euphrasia in der Volksmedizin als Heilmittel bei Augenleiden benutzt.
Euphrasia officinalis

Augentrost:
Der Name sagt's: Augentrost lindert entzündliche Erkrankungen der Augen, der Lider und der Bindehäute. Und er tröstet ermüdete Augen - zwar ersetzt er keine Brille, aber er läßt die natürliche Sehkraft, die durch Überanstrengung nachläßt, wieder wirksam werden.

Die Pflanze wächst auf trockenen Wiesen und Berghängen. Sie ist ein Halbschmarotzer und zapft mit ihren Wurzeln die Wurzeln der benachbarten Gräser an; dort saugt sie die fertigen Nährsalzlösungen heraus. Der Volksmund nennt die Pflanze deshalb auch " Wiesenwolf" oder "Milchdieb", weil sie indirekt den Milchertrag des Weideviehs herabsetzt.

Man pflückt die Blätter des Augentrosts zur Blütezeit im Spätsommer. Interessanterweise hängt der Gehalt der heilsamen Inhaltsstoffe mit dem Standort zusammen: Je höher die Pflanze wächst, desto besser wirkt sie.

Einen Tee bereitet man sich aus einem Teelöffel des getockneten Krautes, den man mit einem Viertelliter Wasser einige Minuten lang kochen läßt. Davon trinkt man täglich eine bis zwei Tassen. Zur äußerlichen Anwendung läßt man einen Eßlöffel des Krautes in einem Viertelliter Wasser zehn Minuten lang kochen und wäscht mit dieser Flüssigkeit - unverdünnt - die Augen aus, so war's früher!

Infos:
Kräuterverzeichnis

Naturmedizin

Einen wunderschönen sonnigen ersten Mai wünscht das Sonnenblümle