Montag, 22. März 2010

Ein tolles Gemüse

Topinambur
Lateinisch Helianthus tuberosus, gelegentlich auch Erdbirne (in Südbaden auch Ross-Erdäpfel genannt,
weil sie Pferden verfüttert wurden, oder Jerusalem-Artischocke,
ist eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler und zählt zur selben Gattung
wie die Sonnenblume (Helianthus annuus).

Sie ist eine Nutzpflanze, deren Wurzelknolle primär in der Ernährung genutzt wird.

Der Name Topinambur leitet sich vom Namen des indianischen Stammes Tipinambas ab,
der Topinambur mit dem unaussprechlichen Hxiben benannte.

Weitere Namen für die Topinambur sind: Borbel, Erdartischocke, Erdschocke, Erdsonnenblume, Ewigkeitskartoffel, Indianerknolle, Jerusalemartischocke, Kleine Sonnenblume, Knollensonnenblume, Rosskartoffel, Süßkartoffel oder Zuckerkartoffel.
Die Bezeichnung Erdbirne (Erdäpfel) wird in Süddeutschland,
Österreich und in der Schweiz auch als Name für die Kartoffel verwendet.
Als Topinambur oder Rossler
wird auch der aus der Pflanze hergestellte Branntwein bezeichnet.

Die Knollen sind bei Diabetikern beliebt, da sie zu 16 % aus Kohlenhydraten in Form des Mehrfachzuckers Inulin bestehen.
Topinambur ist seit 1922 auf dem Speiseplan flankierend zur Behandlung von Diabetes in Verwendung.
Inulin, der langkettige Zuckerstoff, kann nicht verdaut werden, weil die dazu nötigen Enzyme nicht vorhanden sind, und wirkt deshalb als Ballaststoff im Darm. Erst im Dickdarm kommt es zur Fermentierung. Wird Inulin regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen, senkt das die Blutfettwerte und fördert die Anwesenheit von Bifidus.
Entsprechende Versuche wurden mit Absetzferkeln im Ersatz zu Leistungsförderern eingesetzt und förderten die Laktoflora-Bildung.

In der Homöopathie wird Topinambur als Mittel zur Hemmung des Hungergefühls und der Gewichtsreduktion angewendet.

In Reformhäusern wird Topinambur als Kautablette oder Getränk verkauft, um, vor der eigentlichen Mahlzeit eingenommen, in Verbindung mit Wasser durch Aufquellen im Magen das Hungergefühl etwas zu dämpfen. Die Knolle enthält Betain, Cholin und Saponine, die als hemmend gegen Krebs angesehen werden.

Rezept
Topinambur - Gratin
Zutaten für Portionen
600 g     Topinambur
250 ml     Milch
1 EL     Crème fraîche
2 EL     Butter
 etwas     Muskat, gerieben
1 Prise     Curry
1 Prise     Paprikapulver, edelsüß
Salz
Pfeffer

Zubereitung
Topinambur waschen, schälen und in 3- 4 mm dicke Scheiben schneiden. In einen Topf geben, mit der Milch begießen und zum Kochen bringen. Mit Gewürzen abschmecken und vom Herd nehmen und Creme fraiche einrühren.
Backofen auf 160 Grad vorheizen.
Eine breite Auflaufform mit einem EL Butter einfetten und die Topinambur-Masse einfüllen.
In der Form flach verteilen, restliche Butter in Flöckchen aufsetzen.
Form in den vorgeheizten Backofen geben und auf der mittleren Schiene das Gratin etwa 30 Minuten garen. Dann den Backofengrill anschalten und das Gratin weitere 5 Minuten goldbraun überbacken.
Als Beilage zu kurz gebratenem Fleisch, am besten in Verbindung mit grünem Salat reichen.

Ich habe das Gemüse als gratin zubereitet, es schmeckt vorzüglich aber etwas erdiger als Kartoffel und die Knollen ware so "klein" wie Bamberger Hörnle, aber gut.