Samstag, 16. Januar 2010

Nascherei ? . .

gesunde Nascherei !
Zwischendurch als Nascherei, zum Abschluss,nach einem guten Essen,
quasi als kernig-körniger Digestif -
ein Schälchen mit Anis, Kümmel und Fenchel gemischt
– so wie man es vielleicht aus einem indischen Restaurant kennt.

"Green Mukhwas"
Fenchelsamen mit Zuckermantel als Bestandteil einer indischen Gewürzmischung zur Munderfrischung.

Damit es wirklich als Nachtisch geschätzt wird, mischt man ein paar Liebesperlen oder bunte Zuckerkügelchen darunter. Dann wird diese Samenmischung mit den drei verschiedenen ätherischen Ölen und ihrem typischen Aroma gerne gekaut.

Das Bäuchlein hat dann kräftige Hilfe und Unterstützung bei der Verdauung. :-)

Doch was bewirkt das?

Anis:
Der Anis stammt ursprünglich aus Asien und den südöstlichen Mittelmeerländern. In unseren Breiten ist er nur in Gärten anzufinden.
Seine süßlich schmeckenden Früchte sind in der Weihnachtsbäckerei und in Schnäpsen (z.B. Pastis - Ouzo) bekannt.
In der Heilkunde hilft Anis bei Husten, Blähungen und bei der Milchbildung.

Anis Lateinisch Pimpinella anisum,
ist eine Pflanzenart in der Familie der Doldenblütler. Der Anis ist eine wichtige Gewürz- und Heilpflanze.
Anis
Verwendete Pflanzenteile: Früchte (sie sehen wie Samen aus)

Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Anethol, Isoanethol, Ansiketon, Anissäure, Acetaldehyd, Acetylcholin, Azulen, Bergapten, Bor, Kampfer, Carvon, Chamazulen, Eugenol, Kaffeesäure, Cumarine, Myristicin, Salicylate, Thymol, Umbelliferon, Xanthotoxin, Vitamin C,
Wilder Wiesen Anis.
Heilwirkung: antibakteriell,entspannend,harntreibend,krampflösend,schleimlösend,tonisierend,Appetitlosigkeit,Blähungen,Verdauungsschwäche,
Bronchitis,trockener Husten,Asthma,Halsinfektionen,Milchbildung,Magenkrämpfe,Kopfschmerzen,Epilepsie (unterstützend),Schlaflosigkeit,
Insektenstiche,

Anwendung:
Anis ist Bestandteil vieler Teemischungen, weil er nicht nur eine ausgeprägte Wirkung gegen viele Beschwerden hat, sondern Kräutermischungen auch geschmacklich aufwertet. Der Geschmack von Anis ist süsslich, blumig und mild.

Durch seinen freundlichen Geschmack ist Anis auch besonders für Kinder geeignet.

Das ätherische Öl des Anis wird nach der Einnahme über die Lunge ausgeschieden und wirkt dadurch durch die Lungenbläschen und Bronchien von innen.

Auch die Verdauungsvorgänge werden auf milde Weise angeregt. Blähungen lösen sich durch die krampflösende Wirkung in Wohlgefallen auf.

Stillenden Müttern hilft Anistee bei der Milchbildung.

Das ätherische Anisöl kann man, verdünnt mit fetten Ölen oder als Salbe, zu Einreibungen verwenden. So hilft es bei Brusteinreibungen gegen Husten und bei Baucheinreibungen gegen Blähungen und Magen- und Darmkrämpfe.

In der Küche ist der Anis, vor allem bei Süssspeisen und Gebäck sehr beliebt. Auch hier hilft er, die Verdauung zu unterstützen und fördert die Atmung.

Kümmel:
botanisch Wiesenkümmel oder Gemeiner Kümmel
Lateinisch: Carum carvi, ist eines der ältesten Gewürze in der Familie der Doldenblütler.

Kümmelfrüchte hat man in Ausgrabungen von Pfahlbauten gefunden, die sich auf 3000 v. Chr. zurückdatieren lassen. Seine Verwendung in der Küche lässt sich bereits in dem Marcus Gavius Apicius zugeschriebenen Kochbuch De re coquinaria nachweisen, das wahrscheinlich im 3. Jahrhundert n. Chr. entstand.
Kümmel
Kümmel enthält ätherische Öle (Frucht: Carvon, Limonen, Myrcen, ?-Phellandren, ?-Cymol, ?-Caryophyllen, cis- und trans-Carveol, cis- und trans-Dihydrocarvon, trans-Dihydrocarveol, ?- und ?-Pinen), Fettsäuren, Gerbstoffe. Der Vitamin-C-Gehalt der frischen Pflanze beträgt 224,6 mg pro 100 g Frischgewicht.

In der Naturheilkunde wird Kümmel eine Appetit-anregende Wirkung zugesprochen. Auch soll es die Verdauung von fetten und blähenden Speisen unterstützen und bei Krämpfen und Koliken der Verdauungsorgane lösend wirken. Kümmelöl, tropfenweise auf Zucker eingenommen, wird in der Naturheilkunde eine (allerdings wissenschaftlich nicht belegte) Wirkung bei Kopfschmerzen, Migräne, schlechter Verdauung und Blähungen zugeschrieben.
Kümmel ist das klassische Gewürz zu schweren Speisen, Brot wie der Schwäbischen Seele und zu Pellkartoffeln, die dadurch schmackhafter werden. Die Blätter des Kümmels haben einen milden Petersilien-Dill-Geschmack, der gut zu Suppen und Salaten passt. Die Wurzeln können als Gemüse gekocht werden. Die Früchte (Doppelachänen) sind besonders in der jüdischen, nord- und osteuropäischen Küche beliebt und werden dort als Gewürz für Kuchen und Roggenbrot, Gulasch, Kohl, Käse, geschmorte Äpfel und Spirituosen verwendet.

Der Kimmicher,
ein Traditionsgebäck aus Reutlingen, ist ein Brötchen aus einem Teig mit viel Kümmel.
Eine Reutlinger Bäckerei, die Kimmicher Traditionell herstellt.

Kümmel
Ganzer Kümmel verliert bei sorgfältiger Lagerung über einen Zeitraum von bis zu vier Jahren kaum an Aroma und Qualität.
Kümmel als Spirituose.

Aus Kümmel werden Schnaps (Aquavit) und Likör (z. B. Allasch) hergestellt. Kümmellikör wird vor allem stark gekühlt als Digestif getrunken. In Norddeutschland trinkt man einen Kümmelschnaps, plattdeutsch Köm genannt.

Fenchel:
Schon seit Jahrtausenden ist die Anwendung des Fenchels in der Heilkunde in vielen Teilen der Welt verbreitet. Selbst in der altchinesischen Heilkunde wurde der Fenchel bereits sehr geschätzt.
Fenchelsamen
Der Fenchel,
Lateinisch: Foeniculum vulgare, ist die einzige Pflanzenart der Gattung Foeniculum innerhalb der Familie der Doldenblütler.

Wilder Fenchel.

Es ist eine heute weltweit verbreitete Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze. Eine alte deutsche Bezeichnung für mehrere würzige Doldenblütler ist Köppernickel.

Der Fenchel bietet uns gleich drei seiner Teile zum Benutzen an.

Seine samenähnlichen Früchte und die Wurzel werden in der Heilkunde vor allem bei Husten und Blähungen eingesetzt.

Die fleischige Knolle kann man als Gemüse essen. Beide haben diesen typischen Fenchelgeruch bzw. Geschmack, durch den der Fenchel bei einigen beliebt und bei anderen sehr unbeliebt ist.

Volkstümliche Namen: Brotsamen, Enis, Femis, Fenikl, Fenis, Fenkel, Finchel, Frauenfenchel

Verwendete Pflanzenteile: Früchte, Wurzel
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl mit Anethol und Fenchon, Bergapten, Bor, Kampfer, Carvon, Chamazulen, Citral, Citronella, Cumarine, Eugenol, Flavonoide, Fumarsäure, Kaffeesäure, Limonen, Linalool, Linolsäure, Myristicin, Psoralen, Salicylate, Thymol, Tocopherol, Trigonellin, Umbelliferon, Xanthotoxin, Vitamin C.

Heilwirkung: antibakteriell,entspannend,harntreibend,krampflösend,schleimlösend,tonisierend,Appetitlosigkeit,Bindehautentzündungen,Blähungen,
Dreimonats-Koliken (bei Säuglingen),Verdauungsschwäche,Bronchitis,trockener Husten,Asthma,Keuchhusten,Halsinfektionen,Erkältung,Lidrandentzündungen,
Geschwüre,Milchbildung,Magenschmerzen,Kopfschmerzen,Migräne,Epilepsie (unterstützend),Schlaflosigkeit,Insektenstiche,Herzschwäche,Menstruations fördernd,Wechseljahrsbeschwerden.

Die Samen und auch die Wurzel vom Fenchel wird besonders gern in Tees gegen Blähungen und Husten eingesetzt.
Durch seinen aromatischen Wohlgeschmack wirkt er nicht nur gegen die Beschwerden, sondern bereichert den Tee auch geschmacklich.

Ursprünglich kommt der Fenchel aus Südeuropa, kommt bei uns aber in vielen Gärten vor. Manchmal wächst er auch verwildert.
Der Fenchel ist eine zweijährige Pflanze. Aus dem Wurzelstock wächst ein bis zu zwei Meter hoher glatter Stengel, der bläulich und gestreift ist.
Die bläulichen Blätter sind sehr dünn, wie Fäden, und gefiedert.
Ab Juli blüht die gelbliche Doldenblüte.
Aus den Blüten wachsen Samen, die ab September reif sind.

Gemüsefenchel
Ausser den Fenchelsorten, die vorwiegend für die Samenproduktion angebaut werden, gibt es auch noch Sorten, bei denen sich in Erdnähe eine Knolle verdickt, die man als Gemüse essen kann, die sehr wohlschmeckend und gesund ist.

Liebesperlen -
sind eine traditionelle Süßigkeit, die vor allem auf Volksfesten und Jahrmärkten verkauft wird.

Liebesperlen sind in verschiedensten Farben gefärbte Dragées aus Zucker mit einem Durchmesser von wenigen Millimetern. Oft werden die Liebesperlen in Spielzeug verpackt angeboten.

Erfinder der Liebesperlen war Ende des 19. Jahrhunderts die noch heute bestehende Süßwarenfabrik Rudolf Hoinkis in Görlitz.

Zuckerstreusel sind Miniaturen von Liebesperlen (unter 1 mm) und finden zum Verzieren von Schokoladenprodukten oder Plätzchen Verwendung. Auf Schokoladenplätzchen wird der Zuckerstreusel Nonpareille (französisch „unvergleichlich") genannt.

Der Name der Perlen rührt angeblich von einem Zitat des Erfinders, Rudolf Hoinkis her, der nach der Erfindung der Perlen zu seiner Familie sagte, er liebe sie genauso wie die Perlen, für die er noch keinen Namen habe. Deshalb nannte seine Frau sie Liebesperlen.

http://www.hoinkis.de/DE/produkte.html

Disclaimer:
stets bei Beschwerden den Arzt oder Apotheker zu Rate ziehen
Nichts kann den Besuch beim Arzt ersetzen. Ziehe bei ernsthaften oder unklaren
Beschwerden unbedingt Deinen Arzt zu Rate.

Sonnige Grüße vom Sonnenblümle und ein schönes Wochenende.