Sonntag, 4. Oktober 2009

Weisser Senf

Weißer Senf
Lateinisch: Sinapis alba L., gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse
und liefert als Gewürzpflanze einen der Grundstoffe des Senfgewürzes.
Senf enthält Eiweiß, fette Öle und das Glykosid Sinalbin. Er schmeckt brennend scharf.

Die reifen Samen enthalten etwa 30% Öl und 2 bis 2,5% Sinalbin.
Es gehört zu den Senfölglykosiden und sorgt für die Schärfe im weißen Senf.
Ähnlich wie beim Sinigrin wird nach Hydrolyse durch das Enzym Myrosinase das scharf schmeckenden Senföl 4-Hydroxybenzylisothiocyanat freigesetzt.

Allgemein bekannt ist die Nutzung der reifen Samenkörner für die Herstellung von Speisesenf. Auch die Blätter sind essbar.

In der Volksmedizin werden frisch gemahlene und zu einem Brei verrührte Samen äußerlich für Senfumschläge verwendet.
Die grünen Pflanzen finden vor der Blüte Verwendung als Tierfutter.
Als schnellwachsende Pflanze wird weißer Senf auch oft als Gründünger angebaut.
Seine weitverzweigten Wurzeln hinterlassen einen feinkrümeligen Boden.

Junge Pflanzen schneidet man knapp über dem Boden ab.
Die frischen, scharf schmeckenden Blätter werden in kleinen Mengen Salaten oder Eintopfgerichten beigemengt. Sie würzen auch Wurst-, Quark- und Eiergerichte.

In einer Untersuchung wurde festgestellt, dass die Blätter (die Teil traditioneller lokaler Mittelmerdiäten sind) eine potentielle anti-Diabetes-Wirkung besitzen, siehe:

"Pharmacological Research 52 (2005) Understanding local Mediterranean diets: A multidisciplinary pharmacological and ethnobotanical approach August 2009." (PDF)

Weitere Infos: Pharmawiki Uni Graz

hier einige Bilder der Pflanze:

was wär a Würschtle ohne Senf?
a oifachs Würschtle!