Dienstag, 8. September 2009

Riesen-Goldrute

Die Riesen-Goldrute -
Lateinsich: Solidago gigantea, auch Späte Goldrute und Hohe Goldrute genannt,
ist eine Pflanzenart in der Familie der Korbblütengewächse.
Die Artnamen sind insofern verwirrend, als die hier beschriebene Art sowohl früher blüht als auch im Allgemeinen kleiner bleibt als die Kanadische Goldrute.

Die Riesen-Goldrute ist eine ausdauernde krautige Pflanze,
die Wuchshöhen von 50 bis 200 Zentimeter erreicht.
Sie bildet Rhizome, die Längen von 50 bis 150 cm (selten bis 250 cm) erreichen.
Ihr Stängel ist dicht beblättert, nur im Bereich des Blütenstands verzweigt,
kahl, rot, oft bläulich bereift und höchstens im oberen Teil etwas behaart.
Die Laubblätter sind sitzend, schmal lanzettlich, meist gesägt, selten ganzrandig.

Der pyramidenförmige, rispige Gesamtblütenstand enthält zahlreiche kurz gestielte,
nach oben gerichtete, körbchenförmige Teilblütenstände.
Die einen Durchmesser von 2 bis 8 mm auf weisenden Blütenkörbchen enthalten Röhren- und Zungenblüten. Der Körbchenboden ist kahl. Die Zungenblüten sind etwas länger als die 3 bis 4 mm lange Hülle.

Die Blütezeit reicht von Ende Juli bis Oktober.
Die Riesen-Goldrute ist ursprünglich in den USA und im südlichen Kanada beheimatet.
Sie ist vor etwa 100 Jahren als Zierpflanze und Bienenweide nach Europa eingeführt worden, inzwischen verwildert und eingebürgert, also ein Neophyt.

Man findet sie heute bei uns vor allem in verlichteten Auenwäldern,
an Ufern und Schuttplätzen. Sie liebt feuchten, stickstoffhaltigen Lehmboden

Heilpflanze?
Die getrockneten, ganzen oder zerkleinerten, blühenden, oberirdischen Teile der Pflanze werden als Teedroge verwendet. Wichtige Inhaltsstoffe sind Flavonoide und Triterpensaponine. Sie wirken harntreibend, krampflösend und entzündungshemmend.

Dementsprechend werden Zubereitungen aus der Pflanze zur Durchspülungstherapie bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege, bei Harnsteinen und Nierengrieß angewendet.

Pharmakobotanik

Floraweb

Bilder der Riesen Goldrute: