Montag, 17. August 2009

Gedichte und Kunst

Der Fluss

Ein Bergstrom, wie ein grünes Band,
in Wiesengründen zieht durch`s Land,
hat von der Residenz vernommen,
kann nicht erwarten hinzukommen.
Und tummelt sich und naht in Eile -
doch währt nur eine kleine Weile
der Jubel: Kot, ein Schlammkanal
und Abzugsröhren ohne Zahl!
Sein Wasser, dass in grüner Au
smaragden floss - ein schutzig Grau!
Er, der in blauer Gletscherschlucht
entsprungen, eilt in wilder Flucht,
bis hinter ihm der Grosstadt Grenzen...
Sehnt nie sich mehr nach Residenzen.

Alois Wohlmuth

Georg Kilburne on the River Bank