Donnerstag, 6. August 2009

Die Süßdolde

Die Süßdolde,
auch Myrrhenkerbel genannt
Lateinisch: Myrrhis odorata, auch Scandix odorata,
ist eine Pflanzenart aus der Familie der Doldenblütler.
Sie ist nach aktuellem Stand (früher war das nicht immer so) der einzige Vertreter der damit monotpyischen Gattung der Süßdolden (Myrrhis).

Die Süßdolde ist eine 60–150 cm große ausdauernde Staude.
Die Blätter schlagen sehr früh nach dem Frost im zeitigen Frühjahr aus.
Die Pflanze blüht im späten Frühjahr. Die Pflanze ist ein Frostkeimer.
Die Samen sind 2 cm lang und dunkelbraun.

Die Blätter sind essbar,
sie können vom frühen Frühjahr bis in den Herbst geerntet werden.

Die Samen werden als Gewürz verwendet; sie werden im Herbst geerntet, wenn sie hart geworden sind.

Die Süßdolde ist eine Gewürz- und Duftpflanze (Anisduft), deshalb wird sie für Potpourris, Duftsträuße, Duftrasen, Dufthecken, Duftgarten verwendet.

Sie ist aber auch blütenökologisch von Bedeutung als Nektarpflanze für Schmetterlinge,
Bienen und Hummeln.
Als Heilkraut wird sie in der Volksheilkunde als Blutreinigungsmittel verwendet, weiter auch gegen Husten und Magenschwäche.

Die Pflanze enthält ätherische Öle,
hauptsächlich trans-Anethol, Germacren,
Caryophyllen,
Limonen,
Myrcen Estragol und
Flavonoide.