Samstag, 1. August 2009

Brombeeren

Brombeere

Die Brombeeren
Lateinisch Rubus sectio Rubus, sind eine Sektion aus der umfangreichen und weltweit verbreiteten Pflanzengattung Rubus.
Die Sektion umfasst mehrere Tausend Arten, allein in Europa wurden mehr als 2.000 Arten beschrieben. Geschätzt werden die Arten vor allem wegen ihrer Früchte.
Das Wort „Brombeere" hat sich aus dem althochdeutschen Wort „bra-mberi" entwickelt,
was so viel heißt wie „Beere des Dornstrauchs".
Brombeerblüte mit Biene
Die blauschwarzen Früchte sind botanisch gesehen keine Beeren, sondern Sammelsteinfrüchte, die sich aus den einzelnen Fruchtblättern bilden:
Jede ihrer kleinen Einzelbeeren ist im Aufbau einer Steinfrucht (zum Beispiel Kirsche) gleich
und hat wie diese eine dünne Außenhaut.

Anders als bei der Himbeere ist die Frucht fest an den Blütenboden gebunden.
Die Früchte sind saftig und wohlschmeckend und können von Juli bis Oktober gesammelt werden.

Die Brombeerblätter sind reich an Gerbstoffen, sie enthalten Flavone, Anthocyanidine, Spuren von ätherischem Öl und organische Substanzen. Die Früchte enthalten Vitamin A und C. Auch kleinere Mengen Ellagsäure sind in der Frucht enthalten.

Nutzung als Lebensmittel
Die Brombeerpflanze ist wegen ihrer Früchte als Gartenpflanze beliebt.
Die durch ihren hohen Vitamingehalt äußerst gesunden Früchte werden häufig roh verzehrt
oder aber auch beispielsweise als Marmelade, Gelee, Kompott oder Saft vielfältig in der Küche verwendet.

Aus dem Saft der Früchte lassen sich Wein und Schnaps herstellen.
Brombeeren reifen nach der Ernte nicht nach, sie zählen also zu den nichtklimakterischen Früchten.

Aus den Blättern vor allem der Triebspitzen kann durch Fermentierung ein wohlschmeckender Tee gewonnen werden. Die Blätter sind, wie auch bei der Himbeere, der Teil, der die Heilpflanze ausmacht.
Brombeeren werden meist gezuckert und roh mit Vanilleeis, Quark, Joghurt oder Pudding gegessen. Aus Brombeeren lassen sich Marmeladen oder Gelee, Saft, Wein und Schnaps herstellen.

Als Heilpflanze
Brombeeren bestehen hauptsächlich aus Wasser, sind aber reich an Vitamin C und enthalten Spurenelemente wie Kalzium und Eisen. Brombeeren zählten schon im Altertum zu den bekanntesten Heilpflanzen.

Aus den Blättern kann Tee hergestellt werden.
Man sagt ihm eine allgemein blutreinigende und Blutzucker senkende Wirkung nach. Brombeeren sind eine gute Quelle für die Vitamine A und C, sie enthalten Kalium, Magnesium und Kupfer.

Zahnfleischentzündungen können daher damit behandelt werden.
Brombeeren fördern die Blutbildung und helfen bei Fieber.
Brombeersaft ist, leicht angewärmt und in kleinen Schlucken getrunken,
ein vorzügliches Mittel bei Heiserkeit und überanstrengter Stimme.

Die Blätter werden gerne zusammen mit Himbeerblättern zu Teemischungen zusammengestellt. Brombeerblättern werden blutreinigende, harn- und schweißtreibende und blutzuckersenkende Wirkungen nachgesagt. Der Saft der Früchte soll bei fiebrigen Erkältungen und Verdauungsproblemen helfen.
Als Farbstoff
Brombeere ist ein altes Färbemittel für graue und braune Farbtöne; Brombeerblätter wurden außerdem in der Lederherstellung verwendet.

Zum Färben kann man getrocknete Blätter verwenden; besonders geeignet sind aber die frischen Triebe, die im April direkt aus dem Boden hervorwachsen und dann noch ganz weiche Stacheln haben.

Brombeeren

Schönes Wochenende wünscht das Sonnenblümle und eine gesunde "Beerige Zeit".