Donnerstag, 23. Juli 2009

Philipp Otto Runge

Philipp Otto Runge (Selbstbildnis)
* 23. Juli 1777 in Wolgast (Schwedisch-Pommern)
† 2. Dezember 1810 in Hamburg an Tuberkulose,
war neben Caspar David Friedrich der bedeutendste deutsche Maler der Frühromantik.


Triumph des Amor
Der große Morgen
Der Morgen klein
Die Hülsenbeckschen Kinder
Ruges Frau und Sohn

Runge, der gegen die akademische Malerei opponierte, ist neben Friedrich der bedeutendste Maler norddeutscher Romantik.

Er vertritt zusammen mit Friedrich die Norddeutsche Frühromantik.
Als Kunsttheoretiker äußerte er für die damalige Zeit revolutionäre Gedanken.
Stärker als Friedrich beschäftigte ihn das Figurenbild und vor allem als Porträtist von Kindern schuf er Beachtliches (wie z. B. Die Hülsenbeckschen Kinder, 1806).

Inspiriert von Ludwig Tiecks Künstlerroman Franz Sternbalds Wanderungen entwickelte er eine spekulative Auffassung von der „Landschaft" als großer „Hieroglyphe", d.h. Allegorie oder Symbol (Beispiele: Die zwei Fassungen von Der Morgen,s.o.).
Nach Runge konnte die „tiefste Mystik der Religion" nur in einer neuen Kunst der „Landschafterey" ausgedrückt werden.

Runges Farbenkugel
Zur Kunsttheorie trug Runge durch seine Schrift Farbenkugel bei, über die er mit Johann Wolfgang von Goethe korrespondierte.
Er schuf das erste drei-dimensionale Farbsystem.

Runges Landschaft und sein Konzept, die gesamte Umgebung des Menschen künstlerisch zu gestalten, machen ihn zum Vorbereiter des Gesamtkunstwerks.

Für die deutsche Literatur leistete Runge Beiträge, da er mehrere Gedichte verfasste.
Er schrieb die beiden Märchen Van den Machandelboom und Van den Fischer und siine Fru
und stellte sie den Gebrüdern Grimm zur Verfügung.

Selbst wurde er auch zur Romanfigur in Der Butt von Günter Grass. Mit Clemens Brentano führte Runge einen Briefwechsel, der 1974 als Buch veröffentlicht wurde, herausgegeben von Konrad Feilchenfeldt.

Philipp Otto Runge: „Narzisse",
um 1805, Scherenschnitt, weiß, auf blaues Papier aufgelegt, 39,4 x 32 cm
(aus: Marion Ackermann, SchattenRisse. Silhouetten und Cutouts, hrsg. von Helmut Friedel, Ausstellungskatalog Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München 2001, S. 88)

Als eine Verlängerung seiner Finger empfand Runge selbst die Schere, mit der er seit seiner Jugend Genre- und Tierszenen, später Blumen und ornamentale Pflanzengebilde wie von selbst entstehen ließ. Diese Gelegenheitsarbeiten fanden auch als angewandte Kunst, so als Leuchterbehänge oder Tapetenborten, Verwendung.

Gleichwohl aber sind Runges Scherenschnitte unmittelbarer Ausdruck seines bildnerischen Denkens und fassen in sich seine Anschauung von Kunst und Natur.

Weitere Werke

die Zeiten, der Abend
Lilie,Licht und Morgen-Stern 1808

Quelle Wikipedia