Donnerstag, 2. Juli 2009

Maulbronn - Maultaschen - Hermann Hesse

Eine Legende erzählt, dass gewiefte Ordensbrüder des Klosters Maulbronn die Maultasche erfanden.

Ausgerechnet in der Fastenzeit bekamen sie Fleisch geschenkt - doch was damit machen? Freitags und in der Fastenzeit Fleisch zu essen war den Mönchen verboten.

Also hackten sie das Fleisch klein, vermengten es mit Kräutern - damit es nach Gemüsebrei aussah. Zusätzlich versteckten sie es in Taschen aus Nudelteig - damit es der liebe Gott nicht sehen konnte.
Maultaschen in der Brühe

Das ehemalige Zisterzienserkloster Maulbronn gilt als das am besten erhaltene mittelalterliche Kloster nördlich der Alpen. Seit Ende 1993 gehört die Anlage zum Weltkulturerbe der Unesco.
Eine einmalige Anlage zu bestaunen, die hier in 860 Jahren entstanden ist.

Die ehemalige Zisterzienserabtei im württembergischen Kraichgau gilt als am besten erhaltene Klosteranlage nördlich der Alpen.

Dass die Arbeit der Mönche und Laienbrüder die umliegende Landschaft geprägt hat, erleben Teilnehmer der Wanderungen zu Weinbergen, Wasserkanälen und Fischteichen, die vor 700 Jahren angelegt wurden.
Nach der Auflösung des Klosters richtete Herzog Christoph von Württemberg im Reformationszeitalter eine Schule ein, die den Pfarrernachwuchs für die junge evangelische Kirche heranbilden sollte.

Johannes Kepler, Friedrich Hölderlin und
Hermann Hesse zählen zu den bekanntesten Zöglingen.

Kloster Maulbronn