Dienstag, 7. Juli 2009

Bienenfresser

Bei einem Ausflug an den Kaiserstuhl im Badischen ist uns ein sehr bunter exotisch anmutender Vogel aufgefallen. Was ist denn das, dachten wir und haben ein klein wenig nachgeforscht und
sind dabei auf ein buntes Vögelchen gestossen, der:
Bienenfresser!

Der Bienenfresser
LateinischMerops apiaster,
ist ein auffallend bunter Vogel aus der gleichnamigen Familie der Bienenfresser

Der tropisch wirkende Vogel bevorzugt wärmeres Klima. Sein Verbreitungsgebiet reicht von Südwest- und Vorderasien, Nordwestafrika sowie Süd- und Südosteuropa nordwärts bis Südostpolen, wo er seit den 1960er Jahren brütet.
Gelegentlich brütet der Bienenfresser auch erheblich weiter nördlich.
So konnten schon Bruten in Bornholm gefunden werden.
ein Lebensraum sind offene Landschaften mit einzelnen Bäumen und eingestreutem Gebüsch. Besonders gerne siedelt er sich in Steilhängen an Ufern von Flüssen, Seen oder Teichen an, die ihm als Brutstätte dienen.

Er brütet aber mitunter auch in Gehölzen und lichten Wäldern.
In den letzten Jahren (seit 1990) brütet der Bienenfresser verstärkt auch wieder am Kaiserstuhl, unweit von Lahr/Schwarzwald (Juni 2006) in der südlichen Ortenau sowie im Murgtal (Nordschwarzwald) bei Gernsbach (2007).

In den steilen Lösshängen findet er ideale Voraussetzungen für seinen Nistplatz.
Seit Ende der 90er Jahre brütet der Bienenfresser auch im Saalekreis (Sachsen-Anhalt) in den Hängen aufgelassener Tagebau-, Sand- oder Kiesgruben.
Seit 2003 gibt es auch eine Brutkolonie in Eisenberg (Pfalz) in der Pfalz .
Nach Angaben der Nabu (Naturschutzbund Deutschland) werden im Sommer 2007 sogar 500 Paare in Deutschland brüten.

Laut Ornithologe Franz Bairlein, dem Direktor des Deutschen Instituts für Vogelforschung in Wilhelmshaven, ist die zunehmende Ausbreitung des Bienenfressers in Deutschland auf die Klimaerwärmung (Globale Erwärmung) zurückzuführen.
Der im Durchschnitt ca. 28 cm große Bienenfresser ist einer der buntesten Vögel Europas. Er ist kaum zu verwechseln: Der Bauch- und Brustbereich ist türkisfarben, Scheitel- Nacken- und Rückenpartien sind rostbraun, die Flügel sind ebenfalls in beiden Farben gehalten, und über dem gelblichen Kinn befindet sich ein schwarzer Augenstreif.

Charakteristisch sind auch der relativ lange, leicht gebogene Schnabel und die verlängerten mittleren Steuerfedern der Altvögel. Jungvögel sind blasser, und ihnen fehlen diese verlängerten mittleren Schwanzfedern.
So viel zum Bienenfresser.

NABU Baden Württemberg